1. Leben
  2. Recht

Potsdam: Eintrag in Robinsonliste gegen persönlich adressierte Werbung

Potsdam : Eintrag in Robinsonliste gegen persönlich adressierte Werbung

Auf dem Briefkasten klebt deutlich sichtbar der Aufkleber „Keine Werbung einwerfen”. Trotzdem kommen noch solche Sendungen an - das muss nicht immer daran liegen, dass die Firmen die Aufforderung einfach ignorieren. Denn nicht jede Werbung betrifft dieser Hinweis.

Ein Aufkleber mit der Ansage „Keine Werbung einwerfen” am Briefkasten hilft nicht gegen persönlich adressierte Wurfsendungen. Dagegen vorgehen können Verbraucher über einen Eintrag auf der Internetseite www.ichhabediewahl.de in die sogenannte Robinsonliste. Sie werden dann immerhin von den Adresslisten der Werbeunternehmen gestrichen, die Mitglied im Deutschen Dialogmarketing Verband sind. Darauf weist die Verbraucherzentrale Brandenburg hin.

Kommt weiterhin solche Werbung im Briefkasten an, muss man die Anbieter und Versender direkt anschreiben und die Datennutzung für Werbung verbieten. Das macht man am besten per Einschreiben oder per Fax und einem qualifizierten Sendebericht als Beleg. Das ist auch der Weg bei allen weiteren Firmen.

Meist werden Adressen auch von einem persönlich für Werbung freigegeben - indem man bei einem Vertragsabschluss dem Unternehmen erlaubt, die eigenen Daten für Werbezwecke zu nutzen. Dem sollte man natürlich schon bei Vertragsabschluss widersprechen, betonen die Verbraucherschützer. Wer das versäumt hat, kann aber jederzeit nach Vertragsabschluss dies noch nachholen.

Ein Aufkleber mit der Aufforderung „Keine Werbung einwerfen” bewahrt auch nicht vor kostenlosen Anzeigenblättern mit einem redaktionellen Teil. Wer auch das nicht will, muss deutlich sichtbar am Briefkasten oder an der Haustür etwa klarstellen: „Keine Werbung und keine kostenlosen Zeitungen”. All das gilt aber nicht bei der abonnierten Zeitung mit beigelegter Werbung.

(dpa)