Frankfurt/Main: Ehepaar bekommt 1200 Euro für 18 Stunden Flug-Verspätung

Frankfurt/Main: Ehepaar bekommt 1200 Euro für 18 Stunden Flug-Verspätung

Eine Entschädigung von 1200 Euro hat ein Ehepaar in Frankfurt für eine 18-stündige Flug-Verspätung erstritten. Das Amtsgericht Frankfurt entschied unter Berufung auf die Fluggastrechte-Verordnung der EU, dass Passagiere grundsätzlich Anspruch auf Ausgleich haben, wenn das Flugzeug aus technischen Gründen mehr als drei Stunden Verspätung hat.

Die Kläger waren aus Florida aufgrund eines Defekts im Flugzeugmotor mit 18-stündiger Verspätung in Frankfurt eingetroffen (AZ 29 C 2050/10-19).

Die beklagte Fluggesellschaft hatte sich vor Gericht auf einen „unerwarteten Flugsicherheitsmangel” berufen, der als „außergewöhnlicher Umstand” keine Ausgleichszahlung rechtfertige.

Dem am Dienstag bekanntgewordenen Urteil zufolge sind aber technische Defekte grundsätzlich keine „außergewöhnlichen Umstände”. Nur bei versteckten Fabrikationsfehlern, Sabotageakten oder terroristischen Angriffen gebe es bei einer Verspätung keinen Anspruch.

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