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Berlin: Chef darf Hund am Arbeitsplatz verbieten

Berlin : Chef darf Hund am Arbeitsplatz verbieten

Der Chef darf Mitarbeitern verbieten, ihren Hund mit zur Arbeit zu nehmen, wenn dieser die Abläufe im Betrieb stört. Das gilt auch, wenn diese Praxis zuvor ausdrücklich erlaubt war, wie aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Düsseldorf hervorgeht (Az.: 9 Sa 1207/13).

Darauf weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin. In dem Fall hatte eine Angestellte einer Werbeagentur von ihrem Chef die Erlaubnis erhalten, ihren Hund mit zur Arbeit zu bringen. Nach drei Jahren zeigte das Tier jedoch plötzlich territoriales Verhalten und knurrte die Kollegen der Besitzerin an.

Daraufhin verbot der Vorgesetzte der Klägerin die Mitnahme des Hundes. Er duldete jedoch weiterhin, dass andere Mitarbeiter ihre Hunde mit in die Agentur brachten. Die Angestellte berief sich deshalb auf den Grundsatz der Gleichbehandlung und klagte gegen das Verbot.

Die Richter befanden jedoch auch in zweiter Instanz, dass in diesem Fall der Grundsatz der Gleichbehandlung nicht verletzt wurde: Der Arbeitgeber kann bestimmen, unter welchen Bedingungen die Arbeit zu leisten ist.

Es sei logisch, dass die Erlaubnis, seinen Hund mit zur Arbeit zu bringen, nur so lange Gültigkeit besitzt, wie das Tier die Arbeitsabläufe nicht stört. Insofern steht es dem Arbeitgeber auch frei, seine frühere Erlaubnis zu widerrufen, sobald das Verhalten des Hundes die Arbeit beeinträchtigt.

(dpa)