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Düsseldorf: Beschädigte Pakete sollten Nachbarn nicht annehmen

Düsseldorf : Beschädigte Pakete sollten Nachbarn nicht annehmen

Ist der Empfänger nicht da, können Paketlieferanten eine sogenannte Ersatzzustellung durchführen - also das Paket beim Nachbarn abgeben. Dann müssen sie den Empfänger jedoch mit einem Zettel informieren, wo sich sein Paket befindet.

Doch Vorsicht: Nachbarn sollten es nicht annehmen, wenn der Karton beschädigt ist. Denn sonst müssen sie - und nicht der Paketzusteller - unter Umständen für den Schaden haften. Darauf macht die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aufmerksam. Denn wer bei der Annahme unterschreibt, quittiert dem Zusteller eine ordnungsgemäße Lieferung.

Wenn der Empfänger da ist und ein Paket mit kaputtem Karton entgegennimmt, raten die Verbraucherschützer: Lassen sie sich von dem Zusteller den Schaden schriftlich bestätigen, damit es bei der Schadensregulierung keine Probleme gibt. Denn im Zweifelsfall muss der Kunde beweisen, dass nicht er, sondern der Absender oder Zusteller den Schaden verursacht hat.

Bemerkt der Empfänger den Schaden erst später beim Öffnen, gilt: Schnell an den Absender wenden, damit dieser den Fall mit dem Paketzusteller regulieren kann. In der Regel ist eine Reklamation noch sieben Tage nach Erhalt möglich.

Die Verbraucherzentralen Nordrhein-Westfalen und Thüringen sammeln derzeit Beispiele, wann Kunden sich über ihren Paketlieferanten geärgert haben - Verbraucher können sich etwa bei verspäteter Lieferung, ausbleibender Zustellung oder beschädigten Paketen unter www.paket-aerger.de beschweren. Ziel ist es, über Rechte der Kunden und Mängel auf Seiten der Paketdienstler aufzuklären.

(dpa)