Hamburg: Bei Dunkelheit Geschwindigkeit drosseln

Hamburg: Bei Dunkelheit Geschwindigkeit drosseln

Nebel, Regen, Schnee, aber vor allem auch frühe Dunkelheit verlangen den Autofahrern im Winter viel ab. Nicht nur im Interesse der eigenen Sicherheit rät die Hamburg-Mannheimer Sachversicherung, im Zweifelsfall den Fuß vom Gas zu nehmen.

In Deutschland gelte nämlich das sogenannte Sichtfahrgebot. Das verpflichtet Fahrer, die Geschwindigkeit den Sichtverhältnissen anzupassen.

Kollidiert ein Fahrzeug bei Dunkelheit und überhöhter Geschwindigkeit mit einem Hindernis, trägt der Autofahrer die Schuld und kann sich nicht auf eine unzureichende Beleuchtung berufen.

So habe auch das Oberlandesgericht Thüringen entschieden, teilte die Versicherung mit. In dem konkreten Fall hatte ein Fahrzeug bei Dunkelheit eine Sperrschranke an einer Baustelle gerammt. Die Eigentümerin des Wagens berief sich auf unzureichende Beschilderung und mangelnde Beleuchtung des Hindernisses. Doch ihre Geldforderung wurde zurückgewiesen.

Die Richter waren der Auffassung, dass mit solchen Beeinträchtigungen im Straßenverkehr zu rechnen sei. Wer also vor einer Absperrung nicht mehr anhalten könne, habe eindeutig das Sichtfahrgebot missachtet und sei unter den gegebenen Umständen zu schnell gefahren. Nach Einschätzung des Gerichts trug die Fahrerin mithin die alleinige Verantwortung.

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