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Weniger ist mehr - auch in der Mode

Aktuelle Trends : Weniger ist mehr - auch in der Mode

„Mode vergeht. Stil bleibt“. Dieses Zitat der legendären Designerin Coco Chanel hat bis heute nichts von seiner Gültigkeit verloren. Zumal die Grande Dame der Luxusmode dafür berühmt wurde, Fashion auf das Wesentliche zu reduzieren. Genau darin liegt auch das Geheimnis wirklich gut angezogener Frauen.

Die Realität in deutschen Kleiderschränken sieht allerdings anders aus: Durchschnittlich 118 Kleidungsstücke hängen bei jeder Frau im Schrank, wie Greenpeace vor einigen Jahren in einer Umfrage ermittelte. Der Trend, immer mehr Kleidung zu kaufen, hat allerdings Auswirkungen - nicht nur auf den Geldbeutel. Die Online-Seite des Wissenschaftsmagazins Quarks ging der Frage nach, wie sich Fast Fashion auf Gesellschaft und Umwelt auswirken.

Dazu kommt: Viele Kleidungsstücke zu besitzen macht das Leben nicht leichter, sondern schwerer. Der Spruch „Ich habe nichts anzuziehen“ resultiert heute nämlich nicht mehr aus einem Mangel, sondern aus einem Überangebot. Deshalb ist der erste Schritt zu einem bewussten Umgang mit Kleidung auch klar: Der Kleiderschrank muss aufgeräumt werden, um die vorhandene Garderobe besser überblicken zu können. Dafür kommen mehrere Methoden infrage. Darüber hinaus ist es sinnvoll, in Sachen Mode konsequent umzudenken. Beim Kauf neuer Stücke sollte man sich nicht nur nach aktuellen Trends richten, sondern sich vor allem fragen: Was kann ich dazu kombinieren?

Basisfarben helfen beim Kombinieren

Zunächst einmal braucht es demnach eine gute Basisgarderobe. Dabei sollte man auf schlichte Stücke in neutralen Farben wie Beige, Dunkelblau, Schwarz und Weiß setzen. Idealerweise besteht diese Basis aus sechs unterschiedlichen Farben. Wichtig sind aber nicht nur die Farben, sondern auch die Schnitte, die möglichst klassisch sein sollten. Dabei ist es unerheblich, ob man sich lieber sportlich oder elegant kleidet - schlichte Schnitte gibt es für jeden Stil.

Diese Basics werden dann durch sogenannte Akzentfarben ergänzt. Das können knallige Kontraste wie Rot oder Orange sein, aber auch zarte Pastellfarben wie Mint oder Flieder. Wichtig ist nur, dass sie zum eigenen Hauttyp passen.

Mit dieser Grundausstattung lassen sich immer wieder neue Outfits zusammenstellen. Eine Möglichkeit ist es, zwei Basisfarben mit einer Akzentfarbe zu kombinieren. Das wirkt gekonnt und edel - vor allem, wenn Accessoires wie Schuhe oder Tasche ebenfalls in der Akzentfarbe gewählt werden. Auch Farben einer Familie, etwa unterschiedliche Blau-Nuancen, sehen zusammen immer gut aus. Mutige entscheiden sich dagegen für die Kombination von Komplementärfarben wie etwa Blau und Gelb.
Dass diese Basisgarderobe alles andere als langweilig ist, zeigt ein Blick auf die Herbstmode: Denn jetzt gehören unter anderem Midikleider zu den Basics, die sich immer wieder neu und anders kombinieren lassen.

Muster und Materialien bringen Spannung ins Outfit

Auf Muster muss man bei dieser Form des Kombinierens nicht verzichten. Allerdings sollte die Zahl der gemusterten Stücke im Kleiderschrank gering sein - sie lassen sich nicht so vielseitig kombinieren wie unifarbene Stücke. Vor allem aber müssen die Muster zum farblichen Konzept des Kleiderschranks passen. Dann kann man wahlweise ein einfarbiges mit einem gemusterten Teil kombinieren oder sogar Dessins untereinander mischen. Das funktioniert aber nur, wenn man in einer Farbfamilie bleibt, also beispielsweise eine Streifenbluse in Rot-Weiß zum Karoblazer in Bordeaux kombiniert.

Spannende Kontraste lassen sich allerdings nicht nur mit Mustern zaubern. Auch die bewusste Kombination ganz unterschiedlicher Materialien bringt Spannung ins Outfit. Tweed zu Seide, Leder zu Strick - die Möglichkeiten sind endlos.

Zu guter Letzt sind Accessoires eine wunderbare Ergänzung zur Basisgarderobe. Bei Schuhen und Handtaschen ist es wichtig, dass sie entweder in einer der Basis- oder in einer Akzentfarbe gehalten sind. Wer zudem auch hier vorwiegend auf klassische Modelle setzt, hat lange etwas von seinen Accessoires. Aber: Ein ausgefallenes Stück darf durchaus dabei sein. Das verleiht einem klassischen Outfit nämlich einen ausgefallenen Touch. Zu Accessoires gehört zudem Schmuck. Hier gilt die Faustregel: Mehr als drei auffällige Stücke sollten nicht zusammen getragen werden.

(vo)