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Maßnahmen im Alltag: Das Leben nachhaltiger gestalten

Maßnahmen im Alltag : Das Leben nachhaltiger gestalten

Nachhaltigkeit ist eines der Schlagwörter der Stunde. Um die großen Umweltprobleme unserer Zeit zu lösen, müssen die Menschen nachhaltiger leben. Doch was genau bedeutet es eigentlich, einen entsprechenden Lebensstil zu verfolgen und auf welche Weise kann jeder selbst für mehr Nachhaltigkeit sorgen?

Grundsätzlich umfasst ein nachhaltiger Lebensstil ganz verschiedene Aspekte, welche sich wiederum positiv auf unterschiedliche weltweite Probleme auswirken. Es geht um Themen wie Klimaerwärmung, Ressourcenverbrauch, Überfischung, Tierschutz oder Plastikmüll. Um diese Probleme zu lösen, sind nicht nur Maßnahmen von Regierungen sowie weltweit agierenden Konzernen und Organisationen notwendig. Jeder Mensch sollte seine Lebensweise überdenken und kann durch sein Verhalten zu einer Verbesserung beitragen.

Den Einkauf überdenken

Müllvermeidung ist ein großes Thema in der Nachhaltigkeit. Gerade im Bereich Verpackungen werden jedes Jahres Unmengen an Ressourcen und Energie verbraucht, wobei besonders Plastik eine kritische Rolle spielt. Wie viel Müll sich dabei vermeiden lässt, wird deutlich, wenn man einmal einen Blick den wöchentlichen Einkauf wirft. Anstatt Obst und Gemüse in Plastikverpackungen zu kaufen, bieten sich beispielsweise Netze an, die sich bequem wiederverwenden lassen. Auch Plastiktüten, um die eingekauften Waren nach Hause zu transportieren, können einfach durch Rucksäcke oder Stoffbeutel ersetzt werden.

Zudem gibt es bei vielen Waren Alternativen zu Plastikverpackungen, wie beispielsweise bei Joghurt, der auch in Pfandgläsern angeboten wird. Auch Nudeln oder Mehl müssen nicht unbedingt im Supermarkt in Plastikverpackungen gekauft werden. Stattdessen bieten sich Unverpackt-Läden an, in denen die Nudeln in den gewünschten Mengen in wiederwendbare Behälter wie Gläser oder Boxen abgefüllt werden. Auch auf die Menge und den Nutzen der gekauften Lebensmittel sollte geachtet werden. Oft kaufen Menschen im Supermarkt ohne Plan und damit oft zu viel ein und können anschließend gar nicht alles verbrauchen.

Elektroschrott richtig recyceln

Beim Thema Müll darf auch der Elektroschrott nicht fehlen. Für die Produktion elektrischer Geräte wird eine Vielzahl an teuren Ressourcen verwendet. Entsprechend verschwenderisch ist es, wenn diese anschließend einfach im Restmüll und damit auf der Müllkippe oder in der Müllverbrennung landen. Gerade das Smartphone wird hier häufig unterschätzt. Tatsächlich werden Smartphones im Schnitt meist keine zwei Jahre genutzt, bevor es zu einer Entsorgung kommt. Das Potenzial, um Ressourcen zu sparen, ist also sehr groß.

Sollte das Smartphone nicht mehr funktionieren, ist ein Recyclinghof die erste Anlaufstelle. Darüber hinaus kann man sich auch an die verschiedenen Händler wenden. Diese sind seit 2016 verpflichtet, alte und defekte Smartphones anzunehmen und diese an Recyclingstationen weiterzuleiten. Die Vorgabe gilt wohlgemerkt sowohl für stationäre Händler als auch den Online Handel und umfasst nicht nur Smartphones, sondern auch anderen Elektroschrott. Auch gehört zu einer nachhaltigen Lebensweise, dass defekte oder alte Geräte tatsächlich abgegeben werden. Wenn alte Handys, Laptops oder andere Geräte im Schrank herumliegen, können die Bestandteile schließlich nicht recycelt werden.

Nachhaltiger im Alltag

Nachhaltigkeit umfasst einen Vielzahl an Themen, bei denen der Zusammenhang mitunter gar nicht immer direkt klar sein muss. Ein gutes Beispiel ist das Thema Fleisch. Für die Produktion von Fleisch wird eine Menge an Ressourcen verbraucht und das Klima stark belastet. Wer nachhaltiger leben möchte, sollte darüber nachdenken, seinen Fleischverbrauch deutlich reduzieren. Idealerweise wechselt man gleich zu einem vegetarischen oder veganen Lebensstil. Auch das Trinken lässt sich nachhaltiger angehen. Anstatt teures Wasser in Plastikflaschen zu kaufen, bietet sich die Alternative aus der Leitung an. Leitungswasser ist nicht nur deutlich günstiger, sondern auch erheblich umweltfreundlicher und spart viele Ressourcen.

Ein weiterer Punkt sind Transportmöglichkeiten. Trotz Fortschritte in der Abgastechnik sind Autos nach wie vor große Luftverschmutzer und CO2-Produzenten. Vor allem bei kurzen Strecken sollte das Auto nur genutzt werden, wenn es wirklich sein muss. Stattdessen ist Laufen oder das Fahrrad nicht nur aus nachhaltiger Sicht die besseren Lösungen, sondern auch aus gesundheitlicher. Für längere Fahrten empfiehlt sich zudem die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder zumindest das Bilden von Fahrgemeinschaften.

Den Energieverbrauch reduzieren

Der Verbrauch von Energie war in den vergangenen Jahren vermutlich am präsentesten in der Öffentlichkeit, wenn es um Nachhaltigkeit ging. In vielen Haushalten wird zu viel Energie verbraucht, dabei ist es aufgrund der steigenden Preise eigentlich im Sinne aller Menschen, Energie zu sparen.

Ein Schritt in die richtige Richtung sind beispielsweise Maßnahmen wie der Verzicht auf das Vorheizen des Backofens oder die Nutzung des 90-Grad-Waschgangs beziehungsweise des Wäschetrockners. Alle drei sind vielfach gar nicht notwendig und verbrauchen unnötig Energie. Beim Kochen empfiehlt sich zudem, kleine Wassermengen erst in einem Wasserkocher zu erhitzen und dann umzufüllen. Zudem sollte möglichst immer mit einem Deckel auf dem Topf gekocht werden, da der Inhalt so schneller kocht und weniger Energie benötigt wird.

Im Bad lassen sich durch kurzes Duschen darüber hinaus sowohl Wasser als auch Energie sparen. Wer besonders mutig ist, kann zudem verstärkt möglichst kalt duschen. Auf diese Weise wird gar kein warmes Wasser verbraucht und der Körper stärkt auch gleich seine Abwehrkräfte.