1. Ratgeber
  2. Lifestyle

Krise und Kleidung: Wieso Anzüge auch im Homeoffice Sinn machen

Krise und Kleidung : Wieso Anzüge auch im Homeoffice Sinn machen

Die Coronakrise flaut langsam ab. Deine gewohnte Normalität hast du in Deutschland trotzdem noch nicht zurück. Vielen schlagen die Entbehrungen allmählich auf die Stimmung.

Gehörst auch du dazu? Wir haben eine Idee, was dir guttun könnte. Schon mal überlegt, wie deine Kleidung deine Stimmung beeinflusst?

Kleider machen Leute – wieso eigentlich?

Laut Umfragen der Boston Consulting Group verzeichnet die Bekleidungsindustrie seit Beginn der Coronakrise vergleichsweise wenig Nachfrage. Was sagt das über unsere Hintergründe beim Klamottenkauf aus? Dass wir Kleidung vor allem deshalb kaufen, weil wir uns darin präsentieren möchten. In Zeiten von Corona liegt das öffentliche Leben brach.

Entsprechend wenige Möglichkeiten zur Präsentation bleiben uns noch übrig. Kein Wunder, dass es die letzten echten Modetrends im Jahr 2019 gab und das Stichwort Fashion 2020 selbst aus der Mode gerät. Mit Kleidungsstücken senden wir soziale Signale. Bestimmte Stile und Textilien spielen für das soziale Zusammenleben eine Rolle und wirken sich auf unsere Gegenüber aus. Aber auch uns selbst beeinflusst, was wir tragen.

Wie werden wir durch Kleidung beeinflusst?

Von Kleidungsstücken hängt ab, wie andere dich sehen. Davon abgesehen, hat deine Garderobe erwiesenermaßen aber auch einen Anteil daran, wie du dich fühlst und was du dir zutraust. Ein edles Kleid oder eleganter Anzug aus einem qualitativen Sortiment kann dir wegen den damit erweckten Assoziationen beispielsweise viel Selbstbewusstsein geben. Dementsprechend gut fühlst du dich darin. Interessanterweise haben diese unterbewussten Effekte auch Auswirkungen auf die persönlichen Fähigkeiten.

Studien zufolge sind formell gekleidete Menschen kognitiv wesentlich leistungsfähiger als solche in informeller Garderobe. Vielleicht deshalb, weil man sich in formeller Garderobe selbstbewusster fühlt und deshalb automatisch mehr zutraut.

Kleidung, Kultur und Konventionen

Dass Kleider tatsächlich Leute machen, liegt außerdem an

  • ihrer subkulturellen Prägung, die die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Gruppe ausdrückt.
  • ihrer ikonischen Prägung, die Kleidungsstücke Assoziationen zu bestimmten Idolen erwecken lässt.
  • ihrer sozialen Prägung, die bestimmte Kleidung mit einer gewissen Gesellschaftsschicht verbindet.

Ob bestimmte Kleidungsstücke an einem spezifischen Individuum in einer gewissen Situation als passend oder unpassend empfunden werden, hängt von Konventionen und der damit verbundenen Erwartungshaltung ab. Das bezieht sich zum einen auf den Anlass und die Gesellschaftsschicht, kann aber auch branchenspezifischer, kultureller oder individueller Natur sein.

Auch im Homeoffice lieber formell

Nur in Boxershorts im Homeoffice zu sitzen, mag beim ersten Hören unproblematisch sein. Tatsächlich wirkt sich der Verzicht auf angemessene Arbeitskleidung allerdings auch in den eigenen vier Wänden auf die Leistungsfähigkeit aus. Deshalb macht angemessene Arbeitskleidung unabhängig von dem Ort der verrichteten Arbeit durchaus Sinn.

(rd)