„Öko-Test“: Halten Anti-Aging-Cremes ihr Werbeversprechen?

„Öko-Test“ : Halten Anti-Aging-Cremes ihr Werbeversprechen?

Wer Gesichtscreme aufträgt, will seiner Haut etwas Gutes tun - und sie nicht eventuell schädlichen Stoffen aussetzen. Bei den meisten Produkten auf dem Markt ist diese Sorge zum Glück unbegründet.

Tagescremes versorgen die Gesichtshaut mit Fett und Feuchtigkeit. Die gute Nachricht: Viele der Produkte sind frei von möglicherweise problematischen Inhaltsstoffen, wie eine Untersuchung der Zeitschrift „Öko-Test“ zeigt (Ausgabe 12/2019). Wunderheilmittel gegen Falten oder andere Spuren des Alters sind die Produkte aber nicht - ungeachtet hochtrabender Werbeversprechen der Hersteller.

31 Gesichtscremes haben die Experten der Zeitschrift auf kritische Inhaltsstoffe und andere Mängel getestet, darunter Drogerie- und Supermarkt-Eigenmarken ebenso wie Markenprodukte. Das Ergebnis: 14 Cremes sind „sehr gut“, allesamt zertifizierte Naturkosmetika mit Preisen zwischen 2,95 und 45 Euro. Bei den 9 „gut“ bewerteten Kandidaten handelt es sich ausschließlich um herkömmliche Cremes zu Preisen zwischen 1,95 und 5,45 Euro.

Etwas weniger gut schneiden die Gesichtscremes mit Anti-Aging-Versprechen ab - in der Regel, weil diese aus Sicht der Tester haltlos sind: Keiner der Hersteller konnte die versprochene Wirkung der Cremes nachweisen. Und keine Creme glättet die Haut mehr, als es das Auftragen von Hautcreme ohnehin tut. Wer seine Haut frisch und faltenfrei halten will, sollte nach Ansicht der Tester eher auf ausreichend Sonnenschutz, genug Schlaf und gesunde Ernährung achten.

Vier Anti-Aging-Cremes sind trotzdem noch „gut“ (Preise: 2,39 bis 14,95 Euro), sieben sind aber sogar „ungenügend“. Bei den regulären Gesichtscremes schneiden nur vier Kandidaten „mangelhaft“ oder „ungenügend“ ab. Gründe dafür sind in der Regel problematische Inhaltsstoffe.

(dpa)
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