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Berlin: Feste mit langer Tradition

Berlin : Feste mit langer Tradition

Einwanderer aus Irland brachten den Brauch im 19. Jahrhundert in die USA mit, von dort kam er später nach Europa zurück: Halloween. Bis vor wenigen Jahren noch nahezu unbekannt, fordern mittlerweile auch hier viele verkleidete Kinder an den Türen „Süßes oder Saures”.

Andere Feste haben eine längere Tradition:

KARNEVAL: Fastnacht, Fassenacht oder Karneval - obwohl die Begriffe je nach Region unterschiedlich gebraucht werden, bezeichnen sie alle die Tage vor Beginn der vorösterlichen Fastenzeit. Die Bräuche gehen bis ins alte Rom zurück, in Deutschland ist die Fastnacht seit dem Mittelalter überliefert. In Venedig und Florenz kam der Karneval im 15. Jahrhundert zur festlichen Entfaltung, 1823 wurde er in Köln reformiert. Dazu gründete sich ein Festkomitee, das fortan immer am Montag vor Aschermittwoch einen Maskenzug organisierte.

OSTERN: Nach christlichem Glauben überwand der am Karfreitag gekreuzigte Jesus am Ostersonntag den Tod und erfüllte damit seinen göttlichen Erlösungsauftrag. Das älteste christliche Jahresfest wurzelt in der jüdischen Pessachfeier. Den Termin legte das Konzil von Nicäa im Jahr 325 so fest, dass es immer auf den Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond fällt.

CHRISTI HIMMELFAHRT: Bereits seit dem 4. Jahrhundert feiern Christen die „Aufhebung” Jesu in den Himmel. Früher zogen Katholiken in feierlichen Prozessionen um die Felder und baten um eine gute Ernte. Weiter verbreitet als kirchliche Traditionen ist heute der weltliche Brauch des Vatertags. Seit dem 19. Jahrhundert ziehen in Deutschland Männer in feucht-fröhlichen Bollerwagen-Konvois ins Grüne.

MUTTERTAG: Die Tradition geht auf die US-Frauenrechtlerin Anna Jarvis zurück. Um ihre 1905 gestorbene Mutter zu ehren und auf Probleme von Frauen aufmerksam zu machen, forderte sie einen Festtag für alle Mütter. US-Präsident Woodrow Wilson führte 1914 auf Wunsch des Kongresses den zweiten Sonntag im Mai als nationalen Ehrentag für Mütter ein. Floristikverbände brachten den Tag nach Europa. In Deutschland wurde die Idee 1923 aufgegriffen.

WALPURGISNACHT: Die Walpurgisnacht treibt traditionell den Winter aus. Mit Festen, Umzügen und mystischen Feuern wird der Frühling begrüßt. Im Harz wird die Walpurgisnacht seit Jahrhunderten gefeiert. Nach altem Volksglauben fliegen Hexen in der Nacht zum 1. Mai auf den Brocken (Blocksberg), um mit dem Teufel zu tanzen. Benannt ist die Nacht nach der an einem 1. Mai heiliggesprochenen Heidenheimer Äbtissin Walburga (um 710-779).

VALENTINSTAG: Um seine Ursprünge ranken sich mehrere Legenden. So soll der Tag auf Bischof Valentin von Terni zurückgehen, der angeblich am 14. Februar 269 wegen seines christlichen Glaubens hingerichtet wurde. Im alten Rom gedachte man am 14. Februar der Göttin Juno, die als Schützerin von Ehe und Familie galt. Schon damals wurden Frauen Blumen überreicht.

(dpa)