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Schwelm: Entspannung mit Maske: Den Teint frühlingsfit machen

Schwelm : Entspannung mit Maske: Den Teint frühlingsfit machen

Der Winter hat die Haut ganz schön mitgenommen: Draußen war die Luft kalt und trocken, drinnen warm und trocken - und die Haut wurde ebenfalls trocken. Mit Masken hilft man der Haut, gestärkt in den Frühling zu starten.

Jedes Jahr nach dem Winter sehen sich viele mit dem gleichen Problem konfrontiert: Der Blick in den Spiegel zeigt müde, fahle Haut, der es an Ausstrahlung und Frische mangelt. Dafür gibt es mehrere Gründe: Zum einen geht die Produktion der Talgdrüsen bei Kälte zurück. Das sorgt dafür, dass die Haut extrem trocken, bisweilen sogar schuppig ist. „Vor allem aber sorgt der Wechsel von kalter Außenluft zu Heizungsklima für Stress”, erklärt Dermatologe Jörg Fränken aus Schwelm.

Worüber sich die gestresste Haut nach dem Winter besonders freut, ist eine Extraportion Pflege. Und da haben sich Beauty-Masken als ideale Helfer erwiesen. „Dazu muss man wissen, dass die Wirkstoffe in einer Maske, im Gegensatz zu einer normalen Tagescreme, deutlich höher dosiert sind. Die Konzentration kann bis zehnmal so hochkonzentriert sein”, erklärt Dermatologin Uta Schlossberger aus Köln. Hautärzte oder Kosmetiker können einschätzen, welche Maske für den jeweiligen Hauttyp am besten geeignet ist, ergänzt Fränken.

Denn die Auswahl ist immens: Es gibt reine Feuchtigkeitsmasken, solche, die Fett mit Feuchtigkeit kombinieren, Anti-Aging-Produkte und viele mehr. Kein Wunder, dass der Verbraucher da bisweilen den Überblick verliert. „Neben der Ermittlung des eigenen Hauttyps ist es daher auch sinnvoll, darauf zu achten, was eine Maske nicht enthalten sollte”, so Fränken. „Dazu gehören beispielsweise Konservierungsstoffe wie Formaldehydabkömmlinge, die Allergien auslösen können.”

Der Münchener Hautarzt Stefan Duve hat noch einige weitere Tipps: „Leidet man unter trockener Haut, dann sollte die Maske besonders lipidhaltig, also rückfettend sein”, rät er. „Auch Hyaluronsäure ist ein guter Feuchtigkeitsspender, der zudem dafür sorgt, dass die körpereigenen Feuchtigkeitsdepots wieder aufgefüllt werden.” Wer Wert legt auf den Anti-Aging-Aspekt seiner Maske, sollte auf Retinol zurückgreifen. „Dieser Wirkstoff reduziert nicht nur nachweislich Fältchen, er verbessert auch die Festigkeit und Struktur der Haut und stärkt ihre Barrierefunktion”, erklärt Duve.

Neben den Beauty-Masken, die man fertig im Handel kaufen kann, gibt es auch eine ganze Reihe von Varianten, die sich selbst herstellen lassen. Dazu gehören Klassiker wie die Quarkmaske, aber auch exotischere Ideen. Rezepte zum Selbermachen gibt es im Internet zur Genüge - und im Handel finden sich entsprechende Bücher.

Ein echtes Wunder für wintergestresste Haut ist eine Avocadomaske. „Sie enthält ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe und Vitamine wie Vitamin A und E”, erklärt die Düsseldorfer Dermatologin Anna Mokosch. Damit ist eine Avocadomaske besonders geeignet für trockene, spröde Haut. Das Schöne daran: Die Fette der Avocadofrucht ziehen besonders schnell in die Haut ein.

Ungewöhnlicher klingt die Schokoladenmaske. Dabei bieten mehr und mehr Schönheitssalons ein Treatment mit dieser Leckerei an. Dafür gibt es aber offenbar tatsächlich gute Gründe: Die Kakaobohne enthalte einen hohen Anteil an Fetten und Antioxidantien, erklärt Mokosch. „Allerdings wechseln die Konzentrationen natürlich, je nachdem, wie der Kakao verarbeitet wird.” Naturgemäß ist im Rohkakao ein höherer Anteil an diesen Fetten und Wirkstoffen enthalten.

Neben den zahlreichen Auswirkungen auf die Schönheit haben Masken auch noch einen anderen Effekt - der nicht zu unterschätzen ist: „Ihre Einwirkzeit ist die perfekte Gelegenheit, um zu entspannen und den Alltag für eine Zeit lang zu vergessen”, sagt Schlossberger.

Apropos Einwirkzeit: Diese kann bei jeder Maske unterschiedlich sein. Meistens liegt sie zwischen 10 und 15 Minuten. Die Maske wird auf das vorher gereinigte Gesicht aufgetragen und nach Abschluss der Zeit mit viel lauwarmem Wasser abgewaschen.

(dpa)