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Berlin: Beim Kauf von Wolle auf Herstellungsbedingungen achten

Berlin : Beim Kauf von Wolle auf Herstellungsbedingungen achten

Bei Kleidung aus Wolle achten Verbraucher besser auf die Herkunft. Denn in manchen Fällen steht das Tierwohl in der Produktion hintenan. Bei Wolle von Angorakaninchen aus China ist das so ein Fall, teilt die Verbraucher Initiative in ihrer Broschüre „Tiergerecht leben” mit.

Die Kaninchen werden demnach in sehr engen Käfigen gehalten, und ihnen werden teils ohne Betäubung die Haare ausgerissen. Außerdem züchtet man sie mit extra langen Haaren - dadurch ergeben sich körperliche Nachteile, heißt es in der Broschüre.

Bei Merinowolle stehen einige Praktiken ebenfalls in der Kritik. So ist in Australien die „Mulesing”-Praktik verbreitet: Den Merinoschafen werden dabei ohne Betäubung große Hautstücke um den After weggeschnitten, um den Befall mit Schmeißfliegen zu bekämpfen. Die Schafe werden auch häufig ohne Betäubung kastriert. In Deutschland ist beides verboten. Neuseeland hat sich ein freiwilliges „Mulesing”-Verbot auferlegt.

Verbraucher fragen daher besser vor dem Kauf, woher die Merinowolle stammt und wie die Herstellungsbedingungen aussehen. Sie können im Internet mit dem Stichwort „mulesing-frei” auch gezielt nach Anbietern suchen. Schurwolle aus kontrolliert biologischer Tierhaltung ist gekennzeichnet mit „kbT”, mit dem „GOTS”-Siegel oder dem Label „Naturtextil - IVN zertifiziert best”.

(dpa)