Landau: Zitronensaft hilft gegen Mückenstiche

Landau: Zitronensaft hilft gegen Mückenstiche

Wenn man den durchdringenden Summton hört, ist es meist schon zu spät: Die Stechmücke hat bereits zugeschlagen und eine prachtvolle rote Schwellung inklusive dem bekannten Juckreiz hinterlassen.

„Am besten ist es dann, einen Tropfen Zitronensaft auf den Stich zu träufeln oder eine Zitronenscheibe aufzudrücken, das neutralisiert den Juckreiz hervorragend”, weiß Klaus Fritz vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen nicht zuletzt aus eigener Erfahrung. Die Wirkung der in Apotheken angebotenen Antihistamingele sei hingegen oft nicht ausreichend stark: „Hier empfiehlt es sich, die Tuben im Kühlfach zu lagern, damit der Effekt durch die Kühlwirkung verstärkt wird.”

Ist der Juckreiz sehr stark, sollte man durchaus auch einmal auf cortisonhaltige Präparate zurückgreifen. Besonders geeignet sind hier alkoholische Lösungen oder Arzneien in Schaumform, die nicht eingerieben werden müssen. „Von Salben ist eher abzuraten, sie versiegeln die Haut zu stark, so dass die Gefahr eines Hitzestaus besteht”. Die freiverkäuflichen Cremes und Salben eignen sich übrigens nicht - hier ist das Cortison so niedrig dosiert, dass es praktisch kaum eine Wirkung hat.

Wenn der Stich allerdings partout nicht verschwinden will, sich verhärtet oder stark anschwillt, ist der Gang zum Arzt angeraten. „Meist hat man sich dann durch das Aufkratzen Bakterien eingefangen. In solchen Fällen müssen dann Antibiotika oder auch Cortisontabletten eingenommen werden - sonst besteht die Gefahr einer Blutvergiftung”, betont Experte Fritz.

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