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Senden: Wissenswert: Warum sieht man manchmal Sternchen?

Senden : Wissenswert: Warum sieht man manchmal Sternchen?

Das Phänomen ist so plastisch, dass es in Comics aufgegriffen wird: das „Sternchen sehen”. Die Römer in „Asterix und Obelix” erleben es etwa, wenn Obelix ihnen einmal wieder einen Haken verpasst.

Denn in der optischen Wahrnehmung des Menschen blitzt es manchmal. Und zwar meistens dann, „wenn Sie sich den Kopf stoßen oder zu schnell aufstehen”, sagt Georg Eckert, Sprecher des Berufsverbands der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA).

In solchen Fällen könne das subjektive „Sternchen sehen” durch eine Reizung der Netzhaut auftreten. Die „optische Veränderung” des Bildes auf der Netzhaut werde durch Blutdruckschwankungen verursacht.

„Das Auge reagiert sehr empfindlich auf Veränderungen in seiner Durchblutung”, weiß der Mediziner. So könne selbst beim Niesen die Durchblutung ansteigen und wieder abfallen, so dass der optische Effekt eintrete.

Bei starken Schlägen könne auch das Gehirn, genauer die Sehrinde, zu dem Phänomen beitragen. Dann erschienen die Sternchen möglicherweise größer. Eine „feste Korrelation” sei in der Medizin jedoch noch nicht beobachtet worden.

Ältere Menschen sind anfälliger für das Phänomen: „Die Durchblutungsreserven nehmen mit dem Lebensalter ab, so dass der optische Effekt bei Älteren etwas häufiger auftritt”, erläutert Eckert.

Aber auch Jugendliche, bei denen der Blutdruck überdurchschnittlichen Schwankungen unterliege, berichteten häufig vom „Sternchen sehen”. Eckert erklärt: „Stabil sind die Menschen im mittleren Lebensalter.”

Das „Sternchen sehen” an sich sei als vorübergehendes Phänomen nicht ungesund, aber ein Symptom für mögliche Blutdruckprobleme. Ein Arztbesuch könne dann Klarheit schaffen.

„Wenn morphologisch, also organisch, alles stimmt, braucht man sich keine Gedanken zu machen”, sagt der Mediziner. In einem solchen Fall sei das „Sternchen sehen” nichts als eine harmlose „funktionelle Störung”.