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Winterzeit 2021: Mit diesen Hacks schaffst du den Kick-Start

Von wegen #müde! : Mit diesen Hacks schaffst du den Kick-Start

Montagmorgen nach der Zeitumstellung: Du bist so müde, dass dir der Kopf auf die Tischplatte fallen könnte. Total normal. Experten zeigen dir, warum du dich so schlapp fühlst und was du dagegen tun kannst.

Jetlag kriegt man nur beim Reisen? Wenn in der Nacht auf den 31. Oktober 2021 die Uhren von 3 auf 2 Uhr zurückgestellt werden, wirst du das spüren. Denn das Ganze ist mit einem Mini-Jetlag vergleichbar. Ähnlich wie beim Reisen gerät bei vielen dann die innere Uhr durcheinander.

Oh man, wie war das noch mit dem Umstellen der Uhren?

Nobody is perfect. Muss man auch nicht. Dafür gibt es coole Merksätze. Die prägen sich schnell ein - und du weißt ab jetzt immer, in welche Richtung du den Zeiger stellen musst. Hier sind fünf Eselsbrücken:

  1. „Zeitumstellung funktioniert wie das Thermometer“ - im Frühjahr Plus und im Winter Minus.
  2. Die 2-3-2-Regel: Im Frühling wird die Uhrzeit von 2 Uhr auf 3 Uhr gestellt. Im Herbst von 3 Uhr auf 2 Uhr - wie die Computerschnittstelle RS-232.
  3. „Spring forward, fall back.“ Im Frühling (Spring) den Zeiger eine Stunde vordrehen, im Herbst (Fall) eine Stunde zurück.
  4. „Früher aufstehen im Frühjahr“, denn die Uhr wird vorgestellt und die Schlafzeit verringert sich dadurch um eine Stunde.
  5. „Im Winter gibt es Winterschlaf.“ Eine Stunde mehr Schlaf, denn die Uhren werden zurückgestellt.

Wie wirkt sich die Zeitumstellung auf meinen Körper aus?

Beim Wechsel auf die Winterzeit können wir eine Stunde länger schlafen. Und auch daran muss sich unser Körper erst gewöhnen.

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„Die innere Uhr ist träge. Sie braucht ein wenig, um sich anzupassen“, sagt Wissenschaftlerin Mai Thi Nguyen-Kim auf ihrem Youtube-Channel maiLab in dem Video „Was die Zeitumstellung mit deinem Körper macht“.

Kein Wunder also, dass rund ein Drittel der Deutschen die Umstellung auf die Winterzeit nicht gut wegstecken. Das zeigt eine Umfrage der DAK Gesundheit im Herbst 2020. Damit bleibt der Wert mit 29 Prozent auf dem Höchststand der vergangenen Jahre. Das sind die Beschwerden:

  • Die meisten waren müde (85 Prozent).
  • Viele litten unter Einschlafproblemen (70 Prozent).
  • Die Befragten konnten sich schlechter konzentrieren (48 Prozent).
  • Auch depressive Verstimmungen wurden in Folge der Zeitumstellung genannt.

Folgen des Schlafmangels:

Wenn du nicht gut und ausreichend schläfst, dann bist du einfach nicht erholt. Du merkst das, weil du...

  • schlechte Laune hast,
  • müde,
  • nervös und
  • vergesslich bist.

Was wäre, wenn wir „ewige Sommerzeit“ hätten?

Die Zeitumstellung nervt viele. 72 Prozent der Befragten der DAK-Umfrage lehnen das Drehen an der Uhr ab. „Ewige Sommerzeit“ klingt verlockend. Aber: Wir würden auf jeden Fall schwerer wach werden, denn es wird morgens eine Stunde später hell. Das ist besonders hart im Winter, in dem wir eher im Dunkeln aufstehen. Für Youtuberin Mai Thi Nguyen-Kim ist das Licht aber der „stärkste äußere Zeitgeber“ zum Aufwachen.

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Denn durch Licht werde die Serotonin-Ausschüttung stimuliert - „so werden wir morgens wach und munter“, sagt auch Schlafexperte Alfred Wiater, Vorstandsreferent der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin.

Sooo müde? Drei Kickstart-Tipps in die Sommerzeit

Es nervt dich, so schlapp zu sein? Dann versuch diese Wachmacher-Tipps:

1. Trinken, trinken, trinken!

  • Kaffee: „Pro Tag vier bis fünf Tassen Kaffee oder bis zu 400 Milligramm Koffein sind harmlos und können ohne weiteres getrunken werden“, sagt Ursula Sellerberg von der Bundesapothekerkammer. Diese Menge - mit Ausnahme von Schwangeren - empfiehlt auch die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit.
  • Grüner Tee und Mate-Tee: Diese Getränke sind in der Regel etwas schwächer als Kaffee. „150 Milliliter Kaffee enthalten je nach Röstung und Verarbeitungsgrad 50 bis 100 Milligramm Koffein. Dieselbe Menge grüner Tee enthält je nach Sorte und Ziehzeit 15 bis 65 Milligramm Koffein, Mate-Tee circa 40 Milligramm Koffein“, sagt Ernährungswissenschaftlerin Anja Hassolt vom Berufsverband Oecotrophologie (VDOE).
  • Wasser: Trinken an sich hilft auch schon, denn manchmal macht uns der Flüssigkeitsmangel schlapp. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 1,5 Liter Wasser am Tag für Erwachsene. Wenn es draußen warm ist oder man Sport treibt, können es 0,5 bis 1 Liter mehr sein.

2. Abschalten

  • Nickerchen machen: Damit wäre vielen zumindest in der ersten Woche geholfen, sagt Schlafexperte Alfred Wiater. Am besten bis 15 Uhr kurz hinlegen - 20 bis maximal 30 Minuten. Länger als eine halbe Stunde sollte das Nickerchen nicht dauern. „Ansonsten kommen wir in eine Schlaftrunkenheit“, erklärt er.
  • (Tag-)träumen: Entspannt aus dem Fenster schauen und den Gedanken nachhängen - das reicht manchmal schon, um wieder fit zu werden. Diesen Tipp gibt Schlafforscher Jürgen Zulley, Professor für Biologische Psychologie an der Universität Regensburg.
  • Zeitig ins Bett gehen: Wer mit Mini-Jetlag auch noch zu spät ins Bett geht, ist am nächsten Tag müde. Mit dem früh zu Bett gehen, müsse man es aber auch nicht übertreiben, sagt Schlafmediziner Wiater. Denn die Einschlafneigung am Abend ist individuell unterschiedlich. Legt sich ein Spättyp um neun Uhr ins Bett, wird er trotzdem erst dann einschlafen, wenn es seine innere Uhr zulässt.

3. Licht aus!

  • Smartphone aus oder Blaulichtfilter ein: Wir wissen es ja: Auf Laptop, Handy und Tablet vor dem Einschlafen zu schauen, ist einfach nicht clever. Denn helles blaues Licht blockiert die Ausschüttung unseres Schlafhormons Melatonin.
  • Wer es trotzdem nicht lassen kann, sollte beim Smartphone den Nachtmodus mit Blaulichtfilter einstellen.
  • Zimmer verdunkeln: Wer das Licht aussperrt, kann besser schlafen. Mit dichten Vorhängen und Jalousien kannst du dein Zimmer gut abdunkeln.
 Raus aus den Federn: Wie du dich trotz Zeitumstellung fit fühlst.
Raus aus den Federn: Wie du dich trotz Zeitumstellung fit fühlst. Foto: dpa-tmn/Christin Klose

Gibt es Länder, die keine Sommerzeit haben?

Die Mehrzahl aller Staaten hat keine Sommerzeit. Und selbst in den etwa 70 Ländern mit Sommerzeit gilt sie teils nur in einigen Regionen.

Unter den großen Industrieländern stellen Indien, China und Japan ihre Uhren nicht um. In den USA haben zwar fast alle Bundesstaaten eine Sommerzeit, Arizona und Hawaii allerdings nicht.

Sollte die Zeitumstellung bei uns nicht abgeschafft werden? Eine große Mehrheit der Befragten stimmte im Jahr 2018 in einer Online-Umfrage der EU für ein Ende der Zeitumstellung. Genau genommen waren es 84 Prozent der 4,6 Millionen Teilnehmer, ein Großteil von ihnen kam aus Deutschland.

Im März 2019 stimmte das Europäische Parlament für die Abschaffung der Zeitumstellung bis 2021.

Bisher ist unklar, wie das konkret umgesetzt werden soll. Die Mitgliedstaaten überlegen unter anderem, welche Zeit nach einer Abschaffung der Umstellung gelten soll: die normale Mitteleuropäische Zeit (MEZ) - in Deutschland umgangssprachlich Winterzeit genannt - oder die Sommerzeit?

Wenn es nach den Teilnehmern der EU-Umfrage 2018 geht, dann wollen die meisten von ihnen die Sommerzeit auch im Winter.

Last but not least: 5 Dinge, die die Winterzeit so toll machen

Während der Winterzeit wird es abends schneller dunkel. Das heißt: Mehr Zeit...

  1. zu zweit verbringen
  2. Serien zu schauen
  3. fürs Wintergrillen
  4. Musik und Podcasts zu hören
  5. für einen Spieleabend mit Freunden oder Onlinegaming.
(dpa)