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Wichtige Anzeichen für Sehprobleme erkennen

Berlin : Wichtige Anzeichen für Sehprobleme erkennen

Kurz- oder Weitsichtigkeit, aber auch Rot-Grün-Schwäche, Blickfeldbeeinträchtigungen wie Flimmern, Doppelbilder, Blitze oder trübe Sicht: Sehschwächen und -probleme sind weit verbreitet. Lesen Sie hier, wie Sie die wichtigsten Sehprobleme erkennen und was Sie dagegen tun können.

Die verbreitetsten Sehprobleme im Überblick

Wer uneingeschränkt sehen kann, macht sich über die Leistung, die die Augen Tag für Tag vollbringen, in der Regel wenig Gedanken. Oft setzen wir uns erst dann genauer mit unserem Sehsinn auseinander, wenn Probleme auftreten. Nicht nur Sehschwächen wie Kurz- oder Weitsichtigkeit, auch eine ganze Reihe weiterer Faktoren kann unsere Sehleistung im Alltag beeinträchtigen.

Als Sehstörungen bezeichnen Mediziner generell Beeinträchtigungen der optischen Wahrnehmung. Dazu gehören etwa Augenflimmern oder das plötzliche Sehen von Doppelbildern oder Blitzen. Auch eine Sichteintrübung oder das Auftreten von Schlieren oder „blinden Flecken“ werden als Sehstörung klassifiziert. Während für diese zusätzlichen Sinneseindrücke kein entsprechender Außenreiz vorliegt, kann es auch durch Umwelteinflüsse wie Sonnenstrahlung, Hitze, Kälte oder Fremdkörper im Auge zu Sehproblemen kommen.

So erkennen Sie Anzeichen für Sehprobleme frühzeitig

Treten Sehstörungen wie Lichtblitze, kurzzeitiges Doppeltsehen oder helle Lichtpunkte im Gesichtsfeld — vergleichbar mit dem Seheindruck kurz nach dem Blick in grelles Licht oder nach einer Fotoaufnahme mit Blitz — kurzeitig auf, besteht zunächst kein Grund zur Beunruhigung.

Als Erklärung für die Sehstörungen sind in vielen Fällen andere gesundheitliche Probleme wie Verspannungen im Schulter- oder Nackenbereich, ein Migräneschub, Kreislaufbeschwerden oder ein akuter Abfall des Blutzuckerspiegels (auch „Unterzucker“ genannt) verantwortlich.

Huschen gelegentlich kleinen Fäden oder Flecken über das Gesichtsfeld, handelt es sich meist um die sogenannten Mouches volantes und damit um harmlose Trübungen des Glaskörpers. Problematisch werden solche Sehprobleme erst, wenn sie längerfristig auftreten.

Sehprobleme richtig behandeln

Grundsätzlich sollten Sehstörungen, die über einen längeren Zeitraum anhalten oder immer wieder auftreten, in jedem Fall von einem Augenarzt abgeklärt werden. Auch ein Besuch beim Optiker kann Abhilfe bei Sehproblemen schaffen; insbesondere, wenn Sie Brillen- oder Kontaktlinsenträger sind. Tauchen trotz Sehhilfe Sehprobleme auf, sollten Sie Ihre zeitnah Sehstärke vom Experten überprüfen lassen.

Der erste Schritt zum Beheben von Sehproblemen ist in der Regel eine professionelle Überprüfung der Sehleistung und des Augenhintergrunds. Treten darüber hinaus Ausfälle im Gesichtsfeld (Skotome), Farbenfehlsichtigkeit, Scheinbewegungen (Oszillopsien) oder ungewöhnliche Lichterscheinungen auf, sollte eine schwerwiegende Erkrankung vom Facharzt ausgeschlossen werden.

So können Sie Sehproblemen vorbeugen

Leider kann den meisten Sehstörungen nicht sicher vorgebeugt werden. Dennoch gibt es eine ganze Reihe an Maßnahmen, die helfen, Ihre Augen gesund zu halten und sie vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Wer Kontaktlinsen trägt, sollte darauf achten, die Linsen stets gründlich zu reinigen, sie fachgerecht aufzubewahren und die empfohlene Tragedauer nicht zu überschreiten.

Die Augen regelmäßig von einem Augenarzt oder Optiker kontrollieren zu lassen, kann ernsthaften Sehproblemen frühzeitig vorbeugen. Wer an einer chronischen Erkrankung wie Diabetes mellitus oder Multipler Sklerose leidet, sollte seine Medikation vom Arzt regelmäßig überprüfen lassen. Eine ausgewogene Ernährung hilft ebenso wie das Tragen einer Sonnenbrille, die Augen vor schädigenden Umwelteinflüssen zu schützen.

Ab dem 40. Lebensjahr sollten Sie regelmäßig zur Vorsorgeuntersuchung zur Früherkennung von Grünem Star (Glaukom) gehen. Ab dem 60. Lebensjahr empfiehlt sich zudem eine regelmäßige Untersuchung zur Früherkennung der altersbedingten Makuladegeneration (AMD).

(rd)