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Genf: WHO will mit neuem Impfstoff Hirnhautentzündung besser bekämpfen

Genf : WHO will mit neuem Impfstoff Hirnhautentzündung besser bekämpfen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) will mit einem neuen Impfstoff gegen Hirnhautentzündung pro Jahr Tausende Menschenleben in Afrika retten. Der neue Impfstoff solle ab 2009 zum Einsatz kommen, teilte die WHO am Freitag in Genf mit.

Bis 2020 will die WHO die heimtückische Krankheit in Afrika ausgerottet haben.

Der neue Stoff schütze die Patienten länger als die bisher eingesetzten Mittel, hieß es. Zudem sei der bereits getestete Stoff mit 0,4 US-Dollar pro Dosis günstig in der Anschaffung. Nach einer ersten Testphase bei Kleinkindern in Mali und Gambia stehe fest, dass der Impfstoff keine Nebenwirkungen aufweise und die Antikörper der Patienten um das Zwanzigfache anhebe.

Die von der Hirnhautentzündung am stärksten betroffene Region der Welt sind laut WHO die Länder Afrikas südlich der Sahara. Zwischen 1996 und 1997 befiel die Hirnhautentzündung in dieser Region eine Viertel Million Menschen, rund 25.000 Personen starben.

Hirnhautentzündung oder Meningitis ist eine Infektionskrankheit, die die Gehirnhaut und das Rückenmark angreift. Auch nach einer Behandlung mit Antibiotika sterben bis zu zehn Prozent der Erkrankten. Rund 20 Prozent derjenigen, die die Krankheit überleben, leiden später unter Schäden wie geistige Behinderung oder Epilepsie. (06724/8.6.2007)