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Wechseljahre erkennen: Das sind die Anzeichen

Das sind die Anzeichen : Wechseljahre erkennen

Die Wechseljahre können eine besonders herausfordernde Phase im Leben einer jeden Frau sein. Wenn die Eierstöcke ihre Funktion einstellen und weniger Östrogen bilden, spielt auch der Körper vermeintlich verrückt.

Gewichtszunahme, Hitzewallungen und Stimmungsschwankungen sind häufige Begleitsymptome. Gleichzeitig wird die Frau mit dem Eintritt in die Menopause damit konfrontiert, dass die Zeit, in der sie schwanger werden kann, zu Ende geht. Auch emotionale Themen, die die Vergänglichkeit und das Altern betreffen, kommen häufig an die Oberfläche und wollen bearbeitet werden.

Doch der Zeitraum, in dem die Menopause auftritt, kann von Frau zu Frau stark variieren. Meist beginnt sie zwischen Mitte 40 und Anfang 50, es gibt aber auch Frauen, die von einer verfrühten Menopause betroffen sind. Davon spricht man, wenn die Wechseljahre vor dem 40. Lebensjahr eintreten. Man geht davon aus, dass dies bei etwa drei bis fünf Prozent aller Frauen der Fall ist. Eine Hormonersatztherapie ist nicht unumstritten, kann jedoch dabei helfen, die Symptome abzuschwächen und mit den verfrühten Wechseljahren assoziierte Folgeerkrankungen zu vermeiden. Aber wie kann frau überhaupt erkennen, dass sie in die Wechseljahre eintritt?

Symptome der Wechseljahre

Während der Menopause lernt der weibliche Körper, mit einem veränderten Hormonspiegel umzugehen. Dies kann sich auf vielerlei Weise zeigen. Es gibt einige typische Symptome, die den meisten Menschen geläufig sind: Kreislaufprobleme, unerklärliche Hitzewallungen, Stimmungsschwankungen und vaginale Trockenheit sind die wohl häufigsten.

Außerdem haben viele Frauen mit vermehrten Harnwegsinfekten zu tun - für die es gute Vorbeugungs- und Behandlungsmöglichkeiten gibt. Harnwegsinfektionen sind darauf zurückzuführen, dass durch den Östrogenmangel die Harnblasenwände zunehmend dünner und trockener werden. Das saure Milieu der Schleimhaut nimmt ab, wodurch Bakterien leichter eindringen und Infektionen verursachen können.

Außerdem nimmt aufgrund eines niedrigen Östrogenspiegels die Elastizität im Beckenboden ab. Die Folge: leichte Blasenschwäche, der man mit regelmäßigem Beckenboden-Training jedoch gut beikommen kann.

Weitere Symptome, die durch die Wechseljahre bedingt sein können, sind depressive Verstimmungen, Herzrasen und Schlaflosigkeit. Es gilt jedoch zu beachten, dass sämtliche Problematiken, die durch die Wechseljahre verursacht werden, auch andere Ursachen haben können. Auch wenn das biologische Alter den Eintritt in die Menopause nahelegt, sollten sämtliche gesundheitliche Beschwerden von einer Gynäkologin abgeklärt werden. Diese kann auch über eine genaue Hormonuntersuchung feststellen, ob es sich tatsächlich um die Wechseljahre handelt.

In diesem Fall gibt es nach der Diagnosestellung verschiedene Möglichkeiten und Wege, die Symptome zu lindern.

Phasen der Wechseljahre

Die hormonelle Umstellung im weiblichen Körper passiert nicht einfach von einem Zyklus auf den nächsten. Stattdessen handelt es sich um einen Prozess, der mehrere Jahre in Anspruch nimmt. Die ersten hormonellen Veränderungen beginnen bei vielen Frauen bereits mit Anfang 40, gehen jedoch relativ unbemerkt vonstatten. Da Frauen bereits bei der Geburt die gesamte Anzahl aller Eizellen besitzen, die im Laufe des Lebens heranwachsen werden, sind diese begrenzt. Neigen sie sich dem Ende zu, kommt es auch immer seltener zum Eisprung. Dies führt langfristig dazu, dass weniger Östrogen ausgeschüttet wird. Den allerletzten Zyklus erleben Frauen durchschnittlich im Alter von 51 Jahren.

Mit dem vermehrten Ausbleiben des Eisprunges gehen außerdem auch Veränderungen der Periode einher. Diese wird unregelmäßig, bleibt bisweilen ganz aus oder zeigt sich kürzer oder länger als sonst. Auch Aussehen, Dauer und Intensität der Blutung selbst verändern sich möglicherweise. Die letzte Monatsblutung wird rückblickend festgestellt - nämlich dann, wenn eine Frau zwölf Monate lang keine Periode mehr hatte. Dennoch ist es empfehlenswert, jegliche Veränderungen der Periode im Blick zu behalten, da sie auch andere Ursachen haben können, beispielsweise Zysten oder Endometriose.

Um ihren Zyklus nachvollziehen zu können, sollte jede Frau ein Tagebuch oder ein Notizbuch führen, in dem sie mit der Periode einhergehende Symptome festhält. Wem das Aufschreiben auf Papier zu mühsam ist, der findet auch eine große Anzahl an Apps, die helfen, den Zyklus zu tracken.