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Wiesbaden: Während der EM erhöht sich Herzinfarkt-Gefahr

Wiesbaden : Während der EM erhöht sich Herzinfarkt-Gefahr

Ein spannendes Fußball-Spiel kann zu Herzen gehen: Menschen mit einer Herz-Kreislauf-Erkrankung sollten bei der bevorstehenden EM übermäßige Aufregung vermeiden und unbedingt ihre Medikamente wie vorgeschrieben einnehmen.

Extremer emotionaler Stress könne gefährliche, gar tödliche Herzrhythmusstörungen auslösen, warnt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden. Auch ein Infarkt sei möglich. Generell seien Männer während der EM stärker gefährdet als Frauen.

Bei der WM 2006 in Deutschland war das Infarktrisiko Studien zufolge während eines Spiels und direkt danach dreimal höher als sonst. Besonders bei Spielen der eigenen Mannschaft sei die Gefahr groß, warnt BDI-Experte Prof. Wolfram Delius. Bei plötzlichen Gefühlsausbrüchen schütte der Körper Stresshormone aus, die das Herz- Kreislauf-System belasten.

Ein Infarkt macht sich dem BDI zufolge durch Schmerzen auf der linken Brustseite unterhalb des Brustbeins bemerkbar. Diese strahlen in den linken Arm aus. Hinzu kommen Schweißausbruch und Atemnot, gelegentlich in Verbindung mit einem Gefühl von Todesangst. Manche Betroffenen klagen auch über Übelkeit und müssen sich erbrechen. Sollten solche Anzeichen erkennbar sein, müsse sofort ein Notarzt gerufen werden, rät der BDI.