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Düsseldorf: Vorsicht bei Sonne und Medikamenten: Wirkstoffe lösen Hautirritationen aus

Düsseldorf : Vorsicht bei Sonne und Medikamenten: Wirkstoffe lösen Hautirritationen aus

Raus aus dem trüben Wetter, rein in die Sonne: Gerade zur dunklen Jahreszeit zieht es viele in wärmere Gefilde. Mit ausgiebigen Sonnenbädern am Karibischen Meer oder am Indischen Ozean soll dann der Winterblues vertrieben werden.

Ein optimaler Sonnenschutz sollte dabei selbstverständlich sein. Auch dieser bietet allerdings keine Garantie dafür, dass die Haut keinen Schaden nimmt: „Es gibt viele verschiedene Substanzen, die in Verbindung mit der Sonne allergische Reaktionen hervorrufen können”, warnt Bettina Flörchinger, Ärztin am Centrum für Reisemedizin in Düsseldorf.

Problematische Substanzen wie Konservierungsmittel und Duftstoffe können beispielsweise im Sonnenschutzmittel selbst stecken. Wer mit einer bestimmten Lotion oder Creme immer gut zurechtgekommen ist, sollte deshalb nicht ausgerechnet im Karibikurlaub etwas Neues ausprobieren, lautet der Expertenrat.

Darüber hinaus können bestimmte Medikamente wie Antibiotika oder manche Schmerzmittel zu unangenehmen, oft sogar schmerzhaften Hautirritationen führen. „Manche Substanzen der eingenommenen Medikamente lagern sich auch in der Haut ab. Trifft auf diese dann UV-Strahlung, kommt es zu einer chemischen Reaktion”, erklärt Flörchinger. Die dadurch entstehenden Abbauprodukte können bei manchen Menschen mehr oder weniger starke Hautirritationen auslösen, sogenannte phototoxische Reaktionen.

Dazu gehören großflächige Rötungen wie bei einem Sonnenbrand, Pusteln oder gar Bläschen. Teilweise könne es auch zu einer Pigmentstörung kommen, bei der nach dem Abklingen der Hautreaktion dunkle Flecken zurückbleiben, erläutert Flörchinger. Problematisch sei, sagt die Expertin, dass manche Symptome erst nach bis zu drei Tagen auftreten: „Das bringt man dann nicht mehr mit der Medikamenteneinnahme und dem Sonnenbad in Verbindung.”

Auch pflanzliche Arzneimittel können die Haut lichtempfindlicher machen, wie zum Beispiel Johanniskraut, das vor allem in der dunklen Jahreszeit von vielen Menschen eingenommen wird. Bevor man in den Sonnenurlaub aufbricht, sollte man deshalb genau prüfen, welche Medikamente man zu dieser Zeit einnimmt - und eventuell mit seinem Arzt klären, ob sie sich mit der Sonne vertragen.

Treten Hautirritationen auf, sollte man sofort die Sonne meiden. Gegen den Juckreiz und leichte Schmerzen können kühlende Umschläge Linderung schaffen. „Bei großflächigen, schmerzhaften Reaktionen sollte man jedoch besser einen Arzt aufsuchen”, rät Flörchinger. Denn dann könne oft nur eine Behandlung mit cortisonhaltigen Salben oder Tabletten helfen. Besser sei es jedoch, eine allergische Reaktion von vornherein zu vermeiden. Denn hat der Körper einmal auf bestimmte Substanzen reagiert, könne hinterher eine immer kleinere Dosis davon ausreichen, um eine erneute allergische Reaktion auszulösen, warnt die Expertin.