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Kaiserslautern: Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Isoflavonen

Kaiserslautern : Vorsicht bei Nahrungsergänzungsmitteln mit Isoflavonen

Nahrungsergänzungsmittel mit einem hohen Isoflavon-Gehalt sollten Wissenschaftlern zufolge nicht über längere Zeit eingenommen werden.

Die Risiken von Isoflavonen seien noch nicht hinreichend erforscht, hieß es in mehreren Vorträgen auf dem Deutschen Lebensmittelchemikertag in Kaiserslautern (noch bis 10. September). Entsprechende Präparate könnten derzeit nicht als gesundheitlich unbedenklich eingestuft werden.

Isoflavone sind natürliche Inhaltsstoffe verschiedener Pflanzen wie Soja oder Rotklee. Ihre chemische Struktur ähnelt den Angaben zufolge dem körpereigenen weiblichen Sexualhormon 17ß-Estradiol. Sie wirken daher - wenn auch schwächer - ebenfalls hormonell und werden in und nach den Wechseljahren angewandt, unter anderem gegen Hitzewallungen.

Bislang sei unbekannt, ob Isoflavone verträglich sind, wenn sie in größeren Mengen länger eingenommen werden. Außerdem sei unklar, ob sie eventuell sogar zur Bildung von Tumoren beitragen.