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Hamburg/Bonn: Vorsicht bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Hamburg/Bonn : Vorsicht bei Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln

Bei der gleichzeitigen Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten ist Vorsicht geboten.

Es gebe eine Vielzahl von unerwünschten Wechselwirkungen, warnt Karin Riemann-Lorenz von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die Einnahme von Calcium oder Eisen aus Nahrungsergänzungen könne zum Beispiel die Aufnahme und die Wirkung des Schilddrüsenhormons L-Thyroxin vermindern, erläutert die Ernährungsexpertin in den „BAGSO Nachrichten” (Ausgabe 4/2008) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) in Bonn.

Manche in Nahrungsergänzungen enthaltene Pflanzenextrakte wie Gingko setzten die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herab. Aus diesem Grund sollte der Arzt immer über die Einnahme solcher Präparate informiert werden, so Riemann-Lorenz. Nahrungsergänzungsmittel (NEM) müssten nur im Einzelfall genommen werden. Leiden Senioren zum Beispiel unter Ess-Schwierigkeiten, müssen sie ständig Medikamente einnehmen oder sind sie chronisch krank, könnten NEM sinnvoll sein. Grundsätzlich sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde Personen, die sich normal ernähren, aber überflüssig, teilt auch das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin mit.

Wer nicht auf NEM verzichten möchte, sollte laut Riemann-Lorenz aber in jedem Fall die vom BfR empfohlenen Höchstmengen nicht überschreiten. So rät das Institut zum Beispiel, nicht mehr als fünf Milligramm Eisen pro Tag über NEM einzunehmen.