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Berlin: Vor Operation ausführlich mit Narkosearzt sprechen

Berlin : Vor Operation ausführlich mit Narkosearzt sprechen

Ein Gespräch mit dem Narkosearzt ist vor einer aufwendigen Operation obligatorisch. Es sollte sich aber nicht darauf beschränken, dass man bloß dem Eingriff mit seiner Unterschrift zustimmt. „Der Termin ist sehr wichtig, um Anliegen oder Probleme rechtzeitig zu äußern und mit dem Arzt zu besprechen.”

Das sagt Professorin Claudia Spies, Leiterin der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin an der Charité Berlin.

Patienten beschäftigen sich vor einer Operation in der Regel gedanklich hauptsächlich mit dem Eingriff selbst, also beispielsweise einer chirurgischen Behandlung eines Organs. Dass die Operation aber auch für den Kreislauf eine große Belastung darstellt, ist vielen weniger bewusst. „Jede Vollnarkose geht mit einem Atemstillstand einher”, betont Spies.

Je mehr der Anästhesist über das Befinden des Patienten weiß, desto besser kann er die Narkose auf ihn individuell abstimmen. Verschweigt der Patient dagegen beispielsweise seinen übermäßigen Alkoholkonsum oder vergisst er, die Einnahme bestimmter Medikamente zu erwähnen, kann es zu Komplikationen kommen.

pies rät daher, sich vor einer Operation in Ruhe mit seinen Beschwerden und Anliegen auseinanderzusetzen. „Alle wichtigen Punkte schreibt man für das Gespräch mit dem Arzt dann am besten auf”, sagt die Medizinerin.