1. Leben
  2. Gesundheit

Köln: Viele Beschwerden zeigen Krebs bei Kindern an

Köln : Viele Beschwerden zeigen Krebs bei Kindern an

Kinder erkranken sehr selten an Krebs und haben gute Chancen, wieder gesund zu werden. Drei von vier jungen Krebspatienten können heute dauerhaft geheilt werden. Dafür ist es jedoch notwendig, die Krankheit frühzeitig zu erkennen.

Eine Reihe von Beschwerden kann auf eine bösartige Wucherung hinweisen. So empfiehlt Professor Hans-Jürgen Nentwich, Vorstandsmitglied des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) in Köln, eine gründliche Untersuchung beim Kinderarzt, wenn ein Kind ohne ersichtlichen Grund länger als 14 Tage Fieber hat.

Gleiches gelte, wenn sich ein Kind länger als eine Woche übergibt, sich die Übelkeit morgens beim Aufstehen verschlimmert oder das Kind sogar nachts deshalb aufwacht. „Auch Kopfschmerzen, die mit der Zeit schlimmer werden, können in seltenen Fällen auf ein ernsthaftes Gesundheitsproblem hinweisen”, erklärt Nentwich. Weitere Warnzeichen seien unsicheres Gehen, Krampfanfälle sowie Knochen- oder Muskelschmerzen ohne eine erkennbare Verletzung, die sich innerhalb von einigen Wochen nicht bessern.

Eltern sollten auch zum Kinderarzt gehen, wenn das Kind unter anhaltendem Husten leidet, der sich mit keiner Behandlung bessert, oder wenn unerklärliche Schwellungen am Bauch, am Hals, an den Armen oder Beinen auftreten. „Bedenklich ist es, wenn ein Kind über einen längeren Zeitraum hinweg Gewicht verliert, matt wirkt, leicht blutet oder blaue Flecken bekommt sowie rote punktförmige Ausschläge zeigt”, warnt Nentwich.

Im Gegensatz zu Erwachsenen sind bei Kindern Karzinome - Geschwulste oder Gewebewucherungen - selten und machen nur etwa ein Prozent der Krebserkrankungen aus. Kinder erkranken meist an Blutkrebs (Leukämie), gefolgt von Gehirntumoren und Lymphomen (Krebserkrankung der Lymphdrüsen). Pro Jahr bekommen in Deutschland rund 1800 Kinder unter 15 Jahren Krebs.