Hamburg: Viele Beschäftigte gehen trotz Krankheit zum Job

Hamburg: Viele Beschäftigte gehen trotz Krankheit zum Job

Für ihren Job setzen viele Beschäftigte ihre Gesundheit aufs Spiel: In rund jedem zweiten Betrieb kommt es vor, dass Mitarbeiter trotz einer Krankheit zur Arbeit kommen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung in Hamburg, an der rund 200 Fach- und Führungskräfte aus deutschen Unternehmen teilgenommen haben.

Demnach hält es gut jeder Zweite (54 Prozent) für gängige Praxis in seinem Betrieb, dass erkrankte Arbeitnehmer zur Arbeit kommen, bevor sie sich auskuriert haben. Gut jeder Dritte (35 Prozent) schätzt, dass dadurch häufig die Ansteckungsgefahr in seiner Firma erhöht ist.

Allerdings tun auch die Unternehmen wenig dafür, dass ihre Mitarbeiter im Betrieb vor Infektionen geschützt werden. So besaß nur jeder zweite Betrieb 2008 nach eigenen Angaben eine interne Einrichtung für Gesundheitsfragen.

Auch auf Gesundheitsgefahren wie die Schweinegrippe sind längst nicht alle Firmen vorbereitet: Rund ein Viertel (26 Prozent) der befragten Unternehmen hat sich der Umfrage zufolge noch nicht mit einem Notfallplan für den Fall einer Pandemie auseinandergesetzt.

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