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Berlin: Verstopfung nicht als Befindlichkeitsstörung abtun

Berlin : Verstopfung nicht als Befindlichkeitsstörung abtun

Verstopfung sollte man nicht als harmlose Befindlichkeitsstörung abtun. „Oft wird Patienten suggeriert, dass sie ihre Verstopfung allein durch eine Änderung ihrer Lebensgewohnheiten in den Griff bekommen könnten. So einfach ist es aber leider nicht”, erklärt Hiltrud von der Gathen von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Zwar ist ausreichend trinken, eine ballaststoffreiche Ernährung und Bewegung die Basis für eine funktionierende Verdauung. Mehr trinken bringt laut der Apothekerin die Verdauung aber nur in Schwung, wenn der Betroffene zuvor ausgetrocknet war. Oft sei eine dauerhafte Behandlung notwendig.

Die erste Möglichkeit ist, zusätzliche Ballaststoffe in Form von Flohsamenschalen oder Weizenkleie zu sich zu nehmen. Wenn das nicht ausreicht, gibt es Medikamente, die das Wasser im Darm binden und den Darminhalt weicher machen. Bringt auch das keine Verbesserung, kann der Arzt rezeptpflichtige Abführmittel verschreiben.

Von einer chronischen Verstopfung ist die Rede, wenn jemand über einen Zeitraum von drei Monaten nur dreimal pro Woche oder noch seltener Stuhlgang hat und dieser mit Beschwerden einhergeht.

(dpa)