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Magdeburg: Uniklinikum Madgeburg setzt neue Methode bei Krebsbehandlung ein

Magdeburg : Uniklinikum Madgeburg setzt neue Methode bei Krebsbehandlung ein

Das Universitätsklinikum Magdeburg geht bei der Krebstherapie neue Wege. Nach Angaben des Klinikums wird weltweit erstmals ein offener Magnetresonanztomograph (MRT) gezielt für onkologische Behandlungsverfahren eingesetzt.

„Das ist ein weiteres Werkzeug im großen Kasten der Krebstherapie”, sagte der Direktor der Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin, Jens Ricke, am Mittwoch bei der Vorstellung des Verfahrens. Es handle sich um einen Meilenstein für die Mikrotherapie. Weichteile würden in einer exzellenten Bildqualität dargestellt, der Tumor könne genau lokalisiert werden.

Aufgrund seiner offenen Bauweise ermögliche das Gerät dem Arzt einen guten Zugang zum Patienten, erläuterte Ricke. Zudem arbeite es im Gegensatz zu einem Computertomographen ohne Röntgenstrahlung und liefere deutlich bessere Bilder. Die sogenannten minimal-invasiven Eingriffe werden durch winzige Öffnungen in Haut und Gewebe direkt am Tumor vorgenommen. Der Patient erhält eine lokale Betäubung.

Nach dem Eingriff werden Bestrahlungen vorgenommen. Erste Studienergebnisse deuten den Angaben zufolge darauf hin, dass die Mikrotherapie im Zusammenspiel mit den klassischen onkologischen Verfahren die Behandlung ausgewählter Patientengruppen erweitern und verbessern kann.