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Berlin: Tuberkulose kann alle Organe befallen

Berlin : Tuberkulose kann alle Organe befallen

Die Tuberkulose ist eine weltweit verbreitete Krankheit, deren Erreger fast immer über die Luft übertragen werden. In vielen Fällen kann sich der Körper gegen die Infektion wehren, indem Fresszellen die eingeatmeten Bakterien in der Lunge abfangen.

Dabei werden die Erreger aus der Familie der Mykobakterien - hauptsächlich das Mycobacterium tuberculosis - aber nicht getötet, sondern können auch Jahre später noch eine Tuberkulose auslösen.

Bricht die Krankheit aus, so ist in der überwiegenden Zahl der Fälle die Lunge betroffen. Sie kann aber auch jedes andere Organ befallen, zum Beispiel die Haut. Zu den Symptomen gehören Husten, Atemnot, Gewichtsabnahme, Konzentrationsstörungen, Müdigkeit und Schweißausbrüche. Unter einer offenen (infektiösen) Tuberkulose versteht man Erkrankungen, bei denen vom Infektionsherd aus Erreger - etwa über die Luftwege - freigesetzt werden können.

Der Mediziner Robert Koch beschrieb vor 126 Jahren, am 24. März 1882, bei einem Vortrag in Berlin als erster das Mycobacterium tuberculosis. Für seine Entdeckung erhielt er 1905 den Nobelpreis.