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Hannover/Neu-Isenburg: Trotz Impfung jährlich zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Hannover/Neu-Isenburg : Trotz Impfung jährlich zur Gebärmutterhalskrebsvorsorge

Auch wenn eine Frau gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft ist, empfiehlt sich eine jährliche Vorsorgeuntersuchung.

Die Impfung gegen die krebsauslösenden Humanen Papillomviren (HPV) sei eine wichtige Ergänzung, aber kein Ersatz für die Früherkennung, sagt Prof. Peter Hillemanns vom Zentrum für Frauenheilkunde der Medizinischen Hochschule Hannover.

Denn der Impfstoff wirkt nur gegen die Virentypen 16 und 18, die etwa 70 Prozent der Krebsgeschwulste auslösen. Den übrigen 30 Prozent lasse sich nur durch die jährliche Kontrolle vorbeugen.

Allerdings nutzen nur etwa 50 Prozent aller Frauen die Früherkennungsuntersuchungen, erläutert der Mediziner in der in Neu-Isenburg erscheinenden „Ärzte Zeitung”. Daher sei der Schutz so wichtig, den die Impfung - meist bei jungen Mädchen vor dem ersten Geschlechtsverkehr - bietet.

Inzwischen erkranken zwar nur noch knapp 6500 Frauen jährlich neu an Gebärmutterhalskrebs. Ohne die 1971 eingeführte Vorsorge wären es schätzungsweise 30 000. Aber die Bilanz könnte noch besser sein, sagt Hillemanns, der auch Sprecher der Deutschen Krebsgesellschaft für das Thema HPV-Impfung ist.

Der HPV-Test ist bislang eine zusätzliche Angebot der Ärzte und muss von den Patientinnen selbst getragen werden.