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Mönchengladbach: Trotz des milden Winters sind nur wenig Pollen unterwegs

Mönchengladbach : Trotz des milden Winters sind nur wenig Pollen unterwegs

Trotz des milden Winters und der vorfrühlingshaften Temperaturen hält sich die allergene Belastung durch Pollen in Nordrhein-Westfalen derzeit noch in Grenzen.

In NRW würden momentan eine schwache bis mäßige Belastung durch Erlenpollen und eine schwache Belastung durch Haselpollen gemessen, sagte die Beraterin des Deutschen Allergie- und Asthmabundes, Anja Schwalfenberg, der Nachrichtenagentur ddp in Mönchengladbach. Die Lage für Allergiker sei derzeit „halbwegs entspannt”.

Eine Belastung durch Birkenpollen sei derzeit in NRW noch nicht festzustellen, hieß es. Normalerweise beginne die Hauptsaison erst im April. Allerdings könnten aufgrund der Witterung die ersten Birkenpollen schon im Februar fliegen. Erschwerend komme hinzu, dass ein „Mastjahr” bei den Birken erwartet wird. Dann würden die Bäume - um die Art zu erhalten - extrem viele Pollen produzieren und bei den Betroffenen die Situation möglicherweise noch verschlimmern.

Laut Schätzungen gibt es bundesweit rund 15 bis 20 Millionen Menschen, die an Pollenallergien leiden. Im April und Mai sind es vor allem Birken- und Gräserpollen, die den Betroffenen zusetzen. Im Juni und August sind es besonders Roggen- und Beifußpollen.

Betroffene, die unter Pollen leiden, die derzeit noch nicht fliegen, können nach Angaben von Schwalfenberg mit einer Kurzzeitimmuntherapie vorsorgen. Diese Therapien könnten - zumindest bei einigen Allergien - innerhalb von acht Wochen einen Schutz aufbauen, sollten allerdings drei Jahre lang jedes Jahr erneuert werden. Auch antiallergische Medikamente - sogenannte Antihistaminika - könnten Linderung verschaffen, hieß es. Außerdem sollten Allergiker darauf achten, zum Beispiel vor dem Schlafen die Haare zu waschen oder die Wohnung regelmäßig zu lüften.