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München: Training gegen Blasenschwäche: Nur selten auf die Toilette gehen

München : Training gegen Blasenschwäche: Nur selten auf die Toilette gehen

Bei einer Blasenschwäche sollten betroffene Frauen nicht schon vorbeugend auf die Toilette gehen. Werde die Blase ständig entleert, ohne dass ein Harndrang besteht, verschlimmerten sich die Beschwerden, warnt der Berufsverband der Frauenärzte (BVF) in München.

Denn dann werde die Blase geradezu darauf trainiert, schon bei geringer Füllmenge einen verstärkten Harndrang anzuzeigen. Stattdessen sollten die Frauen die Abstände zwischen den Toilettengängen möglichst ausdehnen.

Die Angst vor unkontrolliertem „Tröpfeln” führe auch dazu, dass manche der Betroffenen nur noch wenig trinken. „Dadurch wird der Urin jedoch so konzentriert, dass er die Blasenschleimhaut schädigen kann, was die Beschwerden verstärkt”, sagt der BVF-Vorsitzende Christian Albring. Stattdessen sollten Frauen unbedingt zweieinhalb bis drei Liter Flüssigkeit zu sich nehmen, um die aggressiven Bestandteile des Urins zu verdünnen.

Bundesweit leiden laut BVF bis zu 25 Prozent der Frauen über 60 an Harninkontinenz. Nur ein Fünftel der Betroffenen suche jedoch ärztliche Hilfe.