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Hamburg: Tabelle der Verbraucherzentrale hilft beim Nahrungsmittel-Check

Hamburg : Tabelle der Verbraucherzentrale hilft beim Nahrungsmittel-Check

Wie viel Fett ist zu viel Fett? Und welche Menge Zucker ist für die Gesundheit noch unbedenklich? Solche Fragen stellen sich viele Menschen, wenn sie die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen durchlesen. Deshalb haben die Verbraucherzentralen jetzt eine Tabelle im Kreditkartenformat herausgegeben, die beim täglichen Supermarktbesuch bei der Bewertung der Ware helfen soll.

„Viele Leute haben Schwierigkeiten, die Nährwertangaben auf Lebensmittelverpackungen richtig einzuschätzen”, sagt Silke Schwartau, Leiterin der Abteilung Ernährung bei der Verbraucherzentrale Hamburg. Auf der Mini-Tabelle werden daher die Mengenangaben pro 100 Gramm für Fett, gesättigte Fettsäuren, Zucker und Salz bewertet.

Die Unterteilung in die Bereiche gering (grün), mittel (gelb) und hoch (rot) gibt Aufschluss darüber, ob ein Nahrungsmittel beispielsweise eine gesundheitlich unbedenkliche Menge an Zucker enthält, oder ob der Zuckeranteil hoch ist und man sich daher überlegen sollte, ob man eine große Menge dieses Produkts essen möchte. Für Getränke gilt jeweils die Hälfte des angegebenen Wertes.

„Ist der Fettgehalt eines Lebensmittels laut Karte als rot eingestuft, bedeutet das jedoch nicht, dass man es nicht essen darf”, erklärt die Ökotrophologin. Man könne nach der Überprüfung anhand der Tabelle jedoch bewusster bewerten, welches Risiko man durch den Verzehr des bestimmten Produkts unter Umständen eingeht.

„Wer häufig eine hohe Menge Fett und gesättigte Fettsäuren zu sich nimmt, riskiert beispielsweise Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes”, warnt Schwartau. Der Dickmacher Zucker schade den Zähnen und könne ebenfalls eine Diabetes begünstigen. „Und bei Menschen mit Bluthochdruck kann sich der Verzehr eines sehr salzhaltigen Lebensmittels negativ auswirken”, sagt Schwartau.

Silke Schwartau empfiehlt, die Ampelkarte eine Zeit lang konsequent beim Einkaufen zu benutzen, bis man die Angaben in den Nährwerttabellen ohne diese Stütze beurteilen kann. „Sinnvoll ist auch, die zu Hause vorrätigen Lieblings-Lebensmittel daraufhin zu untersuchen, ob sie im grünen, gelben oder roten Bereich liegen”, sagt Schwartau.

Die Ampelkarte ist bundesweit in allen Beratungsstellen der Verbraucherzentralen erhältlich oder kann bei den Verbraucherzentralen der Länder angefordert werden (Adressen unter http://www.vzbv.de). Auf der projektbegleitenden Internetseite http://www.verbraucherzentrale-ampelcheck.de gibt es die Tabelle als Download. Außerdem findet man dort weitere Informationen zum gesunden Essen und Trinken sowie eine Datenbank mit den Nährwertanteilen einzelner Produkte.