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Rom/Köln: Studie: Rauchverbot senkt die Zahl der Herzinfarkte in Italien

Rom/Köln : Studie: Rauchverbot senkt die Zahl der Herzinfarkte in Italien

Das Rauchverbot in Italien zeigt Wirkung: Die Zahl der Herzinfarkte ist schon kurz nach dem Inkrafttreten des Gesetzes im Januar 2005 einer Studie nach deutlich gesunken.

Bei den 35- bis 64-Jährigen gab es demnach bereits im Jahr 2005 rund elf Prozent weniger Herzinfarkte als in den Vorjahren. Bei den 65- bis 74- Jährigen waren es rund acht Prozent weniger.

Ausgewertet wurden Daten über Römer, die wegen eines Herzinfarkts in eine Klinik eingewiesen wurden oder daran gestorben waren. Die Studie des Teams um Giulia Cesaroni von der römischen Gesundheitsbehörde ASL war kürzlich im Fachjournal „Circulation” der American Heart Association veröffentlicht worden.

„Diese Zahlen sprechen für sich”, sagte das Vorstandsmitglied des Bundesverbandes der Pneumologen, der Berliner Lungenfacharzt Thomas Hering am Mittwoch. „Ein öffentliches Rauchverbot zeigt Wirkung. Je schneller ein einheitliches Rauchverbot in Kraft tritt, umso mehr Leben können gerettet werden.”

Die Studie zeigt nach Auskunft des Verbandes zudem, dass besonders sozial Schwache von dem Rauchverbot profitieren: Diese seien ohne Rauchverbot sowohl privat als auch am Arbeitsplatz häufig von Rauchern umgeben und müssten unfreiwillig mitrauchen.

Auch in Deutschland gilt seit September 2007 ein Rauchverbot in Bahnen und Bundesbehörden. Zudem darf inzwischen in allen öffentlichen Verkehrsmitteln und Taxis sowie in vielen Kneipen und Restaurants nicht mehr geraucht werden.