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Dessau-Roßlau: Studie: Hausstaub in Kinderhaushalten oft schadstoffbelastet

Dessau-Roßlau : Studie: Hausstaub in Kinderhaushalten oft schadstoffbelastet

Der Hausstaub in Wohnungen und Häusern ist oft mit Umweltschadstoffen belastet. Das ist das Ergebnis einer bundesweiten Studie, für die Wohnungen untersucht wurden, in denen Familien mit Kindern leben.

Nach Angaben des Umweltbundesamtes (UBA) vom Freitag sind im Hausstaub teils Stoffe, deren Produktion und Anwendung in Deutschland seit Jahren verboten sind. Dazu gehöre das Mückenbekämpfungsmittel DDT und das Holzschutzmittel PCP. Beide Stoffe gelten als „möglicherweise krebserregend beim Menschen”. DDT wurde in 39 Prozent, PCP in 83 Prozent der Proben nachgewiesen. Die Daten wurden von Mai 2003 bis Mai 2006 in 600 Haushalten ermittelt.

Durch verschiedene ausländische Produkte gelangten DDT und PCP noch heute in Innenräume und somit in den Hausstaub, erklärte das Umweltbundesamt. Dabei komme das Mückenbekämpfungsmittel (DDT) häufiger in den neuen Ländern im Hausstaub vor, PCP dagegen häufiger in westdeutschen Wohnungen. Bei Familien mit höherem sozialen Status seien überdurchschnittlich viele Proben mit Schadstoffen entdeckt worden. Eine Erklärung dafür gabt das UBA nicht. Zudem steige der Anteil der Schadstoffe im Hausstaub mit zunehmendem Alter des Wohnhauses an. Die Studienautoren betonen in ihrer Schlussbemerkung jedoch: „Es ist davon auszugehen, dass alle untersuchten Stoffe früher häufiger im Innenraum und im Hausstaub aufgetreten sind als heute.”

Die Daten wurden im Rahmen der Kinder-Umwelt-Untersuchung (KUS) ermittelt. Dafür hat im Auftrag des Umweltbundesamtes das Robert Koch-Institut in den Jahren 2003 bis 2006 repräsentative Stichproben von 1790 Kindern im Alter von drei bis 14 Jahren aus 150 Orten Deutschlands untersucht. Die Bundesministerien für Umwelt sowie Bildung und Forschung haben die Untersuchung unterstützt.