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Stuttgart: Stent oder OP: Schlaganfallvorbeugung mit Bedacht wählen

Stuttgart : Stent oder OP: Schlaganfallvorbeugung mit Bedacht wählen

Wird nach einem Schlaganfall eine verengte Halsschlagader rechtzeitig erweitert, lässt sich ein weiterer Schlaganfall meist vermeiden.

Dazu bekommt der Patient entweder unter örtlicher Betäubung eine Gefäßstütze, auch Stent genannt, eingesetzt oder die Ablagerungen in der Ader werden operativ entfernt. Der Betroffene sollte sich vor einem Eingriff aber informieren, bei welcher Methode es im jeweiligen Therapiezentrum weniger Komplikationen gibt, rät die Deutsche Schlaganfall-Gesellschaft in Stuttgart.

Neue Studienergebnisse belegten, dass die Erfolgsaussichten bei beiden Methoden auf lange Sicht gleich sind. Allerdings seien die Komplikationsraten der einzelnen Behandlungszentren sehr unterschiedlich. Ein Blick in den Qualitätsbericht helfe bei der Entscheidung, dort seien die Komplikationsraten vermerkt. Zusätzlich sollte jede Klinik ein Komplikationsregister veröffentlichen, damit Patienten sich einen Überblick verschaffen können.

Verkalkungen in der Halsschlagader sind den Angaben zufolge eine der Hauptursachen für Schlaganfälle. Bei etwa jedem 7. Patient, der aus diesem Grund einen Schlaganfall hatte, drohe noch im selben Jahr ein erneuter Schlaganfall. Wird die Verengung beseitigt, treffe es „nur” noch jeden 25.