1. Leben
  2. Gesundheit

München: Spinat und Pilze nur mit Vorsicht wieder aufwärmen

München : Spinat und Pilze nur mit Vorsicht wieder aufwärmen

Pilze und Spinat können beim Aufwärmen gesundheitsschädliche Bakterien entwickeln. Wie die Verbraucherzentrale Bayern meldet, gilt jedoch die früher vertretene Regel, diese Lebensmittel überhaupt nicht aufzuwärmen, als überholt.

„Einmaliges Wiedererwärmen ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich”, sagt Ernährungsexpertin Andrea Danitschek.

Pilze bergen die Tücke, dass sie wegen ihres hohen Wasser- und Einweißgehalts schnell verderben. Daher sollte man Reste von Pilzgerichten rasch kühlen und im Kühlschrank nicht länger als einen Tag bei maximal vier Grad Celsius aufbewahren. Vor dem Essen muss man die Pilzreste dann gut durcherhitzen, um einen unbedenklichen Genuss zu garantieren.

Auch gekochten Spinat sollte man schnell abkühlen, in den Kühlschrank stellen und höchstens einmal wiedererwärmen. Denn bei Raumtemperatur können Bakterien das im Spinat enthaltene Nitrat zu Nitrit umwandeln. Nitrit reagiert mit dem Blutfarbstoff Hämoglobin und kann dadurch bei Säuglingen und Kleinkindern sogar zu einer Sauerstoffunterversorgung führen. Den Kleinsten in der Familie sollte man daher vorsorglich keinen aufgewärmten Spinat zu essen geben.

Weitere Fragen rund um Lebensmittel und Ernährung beantworten die Ernährungsfachleute der Verbraucherzentrale unter der Telefonnummer 01805/829232 (14 Cent pro Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise können abweichen).