Freiburg: Sex-Probleme werden häufig verschwiegen

Freiburg: Sex-Probleme werden häufig verschwiegen

Menschen mit Problemen rund um das Thema Sex lassen häufig viel Zeit verstreichen, ehe sie ärztliche Hilfe suchen.

„Viele hoffen, dass das Problem von selbst wieder vergeht, genauso wie es gekommen ist”, sagt Professor Ulrich Wetterauer vom Informationszentrum für Sexualität und Gesundheit (ISG) in Freiburg. Seiner Erfahrung nach warten viele Männer mehr als zwei Jahre lang. Die meisten hätten Hemmungen, das Thema anzusprechen, oder Angst, die richtigen Worte zu finden.

Guter Sex sei aber elementar für eine glückliche Paarbeziehung, so Wetterauer. Laut einer repräsentativen ISG-Umfrage mit rund 1000 Teilnehmern halten 79 Prozent der Bundesbürger Sexualität für wichtig oder sehr wichtig.

Ungefähr jeder zweite Befragte (51 Prozent) gab an, bei Problemen einen Arzt aufsuchen zu wollen. Männer leiden am häufigsten unter Erektionsstörungen oder vorzeitigem Samenerguss. Frauen klagen eher über vermindertes sexuelles Verlangen oder Orgasmusstörungen.

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