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Köln: Senioren nutzen Darmkrebsvorsorge nur selten

Köln : Senioren nutzen Darmkrebsvorsorge nur selten

Obwohl mit dem Alter das Darmkrebsrisiko steigt, geht nur eine Minderheit der Senioren zur Vorsorge.

Insgesamt nutzten nur 20 Prozent der über 55-Jährigen eine Darmspiegelung (Koloskopie) zur Krebsfrüherkennung, berichten Forscher um Ulrich Mansmann im in Köln erscheinenden „Deutschen Ärzteblatt”. Demnach nehmen vor allem Frauen mit fortschreitendem Alter immer seltener das Vorsorgeangebot in Anspruch, obwohl dies sogar von den Krankenkassen bezahlt wird.

Darmspiegelungen sind den Angaben zufolge eine zuverlässige und vor allem risikoarme Früherkennungsmethode für Darmkrebs. Lediglich bei deutlich weniger als einem Prozent der Fälle komme es zu Komplikationen. Für ihre Analyse werteten die Forscher fast 250.000 Darmspiegelungen aus, die bei der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns im Jahr 2006 gemeldet wurden. Bei jedem vierten Patienten wurde durch die Koloskopie eine Schädigung des Darms entdeckt, in rund einem Prozent dieser Fälle war ein Karzinom der Grund.