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Landau: Schweißflecken vorbeugen

Landau : Schweißflecken vorbeugen

Mit Schweißflecken kämpfen im Sommer viele Menschen. Feuchte Stellen auf dem Oberhemd sehen nicht nur unschön aus, sondern werden früher oder später auch für die Nase unangenehm.

„Der typische Schweißgeruch entsteht bei der Zersetzung von Bakterien und Mikroorganismen auf der Haut”, sagt Klaus Fritz vom Berufsverband der Deutschen Dermatologen.

Wie viel man schwitzt, sei dabei weniger entscheidend. Vielmehr hänge die Intensität des Schweißgeruchs von der Körperpflege ab. „Am besten beugt man Ausdünstungen mit regelmäßiger Hygiene vor”, rät Fritz. Wer stärker schwitzt, sollte sich mehrmals am Tag an den Achseln waschen. Dort befinden sich besonders viele Schweißdrüsen.

Nach dem Waschen empfiehlt sich ein Deodorant oder ein desinfizierendes Tuch, um die Bakterienzersetzung abzuschwächen. Parfümierte Deos sorgen zudem für einen angenehmen Duft. Menschen mit empfindlicher Haut können auf bestimmte Inhaltsstoffe wie Alkohol allerdings mit Reizungen reagieren. Für diesen Fall halten Drogerien und Apotheken weniger aggressive Mittel bereit.

Auch eine Rasur der Achselhaare kann sich positiv auswirken: „Bakterien wird so weniger Fläche geboten”, erklärt Dermatologe Fritz. Auf die Schweißproduktion habe die Rasur dagegen keinen Einfluss.

Hände und Füße gehören ebenfalls zu den Problemzonen. „Für Menschen, die im Beruf häufig Hände schütteln müssen, können schwitzige Handinnenflächen sehr lästig sein”, sagt Fritz. Auch Schweißfüße stellen eine weit verbreitete Pein dar: „Enge Turnschuhe sind ein wahres Treibhaus für Bakterien”, betont der Hautarzt. Betroffene sollten ihre Füße täglich waschen und ihre Schuhe regelmäßig auslüften lassen.

Wenn Waschen nicht mehr ausreicht und Deodorants konsequent versagen, sollte man einen Hautarzt aufsuchen. „Der kann dem Patienten ein antihydrotisches Gel verschreiben, dessen Kristalle die Schweißdrüsen vorrübergehend verstopfen”, erklärt Fritz.

Bei schweren Fällen kann der Arzt auch ein Medikament direkt unter die Haut einspritzen, das die Schweißproduktion bis zu neun Monate hemmt. Weitere Therapiemöglichkeiten sind eine elektronische Verödung oder operative Absaugung der Schweißdrüsen.