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Boston/Stockholm: Schwedische Studie: Mehr Herzinfarkte zu Beginn der Sommerzeit

Boston/Stockholm : Schwedische Studie: Mehr Herzinfarkte zu Beginn der Sommerzeit

Die Zeitumstellung erhöht vorübergehend das Herzinfarktrisiko: In der Woche nach Beginn der Sommerzeit gibt es im Schnitt fünf Prozent mehr Infarkte.

Das berichtet das renommierte schwedische Karolinska-Institut im „New England Journal of Medicine” (Bd. 359, S. 1966) vom Donnerstag.

„Besonders in den ersten drei Tagen der neuen Woche gibt es eine kleine Risikoerhöhung für den Einzelnen”, erläuterte einer der Autoren der Untersuchung, Imre Janszky. „Die wahrscheinlichen Ursachen sind die Unterbrechung des chronobiologischen Rhythmus, der Verlust einer Stunde Schlaf und die resultierenden Schlafstörungen.” Zum Beginn der Sommerzeit wird die Uhr eine Stunde vorgestellt, diese Nacht ist eine Stunde kürzer.

Nach dem Ende der Sommerzeit sinkt das Herzinfarktrisiko den Forschern zufolge zwar kurzfristig, vor allem am ersten Montag nach der Umstellung. Dies gleiche jedoch den Anstieg im Frühjahr nicht aus. Zum Ende der Sommerzeit wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt, diese Nacht ist eine Stunde länger. Die Karolinska-Forscher hatten die Auswirkungen der Zeitumstellung auf das Herzinfarktrisiko nach Institutsangaben seit 1987 beobachtet.

„Grob 1,5 Milliarden Menschen sind von der jährlichen Zeitumstellung betroffen”, erläuterte Co-Autor Rickard Ljung. „Es ist allerdings schwer, irgendeine generalisierte Aussage darüber zu machen, wie viele Herzinfarkte sie auslöst.”