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Düsseldorf: Schwanzwedeln und Anstupsen: Haustiere geben Dementen Nähe und Trost

Düsseldorf : Schwanzwedeln und Anstupsen: Haustiere geben Dementen Nähe und Trost

Haustiere haben oft einen therapeutischen Nutzen: Sie können Abwechslung und Freude zum Beispiel in das Leben von Demenzkranken bringen.

„Wenn sich an Demenz erkrankte Menschen in ihre eigene Welt zurückziehen und es für Pflegekräfte und Angehörige immer schwerer wird, Zugang zu den Patienten finden, kann beispielsweise ein Hund für die Betroffenen ein Türöffner in unsere Welt sein”, sagt Martin Haupt von der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie und -psychotherapie (DGGPP) in Düsseldorf.

Indem das Tier seine Zuneigung durch Schwanzwedeln, Anstupsen oder Anschmiegen äußert und Stimmungen und Gefühle der Erkrankten intuitiv erfasst, haben Mensch und Tier auf einer emotionalen Ebene Kontakt. „Aus diesem Grund werden in manchen Pflegeeinrichtungen speziell ausgebildete Hunde eingesetzt, die Menschen mit Demenz Nähe, Wärme und Trost geben”, erläutert der Experte. Auch in der häuslichen Pflege könne ein Tier die Verbindung zwischen dem Erkrankten und den Angehörigen stärken.

Ein Tier löst bei Demenzkranken häufig den Wunsch aus, für es zu sorgen und es zu pflegen. „Das Gefühl, gebraucht zu werden und eine Aufgabe zu haben, stärkt das Selbstbewusstsein der Betroffenen und ermuntert sie zur Aktivität”, sagt Haupt. „Daher kann ein Haustier die Lebensqualität und die psychische Gesundheit von Demenzkranken erheblich verbessern.” Menschen, die schon ein Haustier haben, kann es den Weg ins Altersheim erleichtern, wenn sie es behalten dürfen.