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München: Schwangere Frauen sollten für zwei trinken

München : Schwangere Frauen sollten für zwei trinken

Werdende Mütter sollten besonders viel trinken, denn sie haben einen erhöhten Flüssigkeitsbedarf.

„In der Schwangerschaft nimmt die Menge an Blut automatisch zu, und das muss flüssig gehalten werden”, sagt Christian Albring, Vorsitzender des Berufsverbands der Frauenärzte. Etwa zweieinhalb Liter Flüssigkeit pro Tag sollten es sein, wobei der Körper einen Teil davon auch aus wasserhaltigen Speisen ziehe.

Das Blutvolumen erhöht sich in der Schwangerschaft, um die Versorgung des Babys mit Nährstoffen und Sauerstoff über Mutterkuchen und Gebärmutter zu gewährleisten. Mineralwasser und Fruchtsaftschorlen stellen die Flüssigkeits- und Nährstoffzufuhr sicher. Weniger geeignet sind laut Albring Limonaden oder andere Getränke mit viel Kalorien. Zudem sollten schwangere Frauen auf Koffeinhaltiges verzichten, weil es die Blutgefäße verengt und die Durchblutung des Mutterkuchens einschränken kann.

Ob man ausreichend trinkt, kann man am besten auf der Toilette feststellen: Der Urin sollte hell und klar sein. „Wenn er dunkel ist, hat man zu wenig getrunken”, sagt Albring. Das schadet nicht nur der Fließeigenschaft des Blutes und erhöht die Gefahr von Gerinnseln. Dunkler Urin ist auch ein Hinweis darauf, dass die Blase zu selten mit Flüssigkeit durchgespült wird. Dadurch werden Blase und Harnwege angreifbarer für Bakterien, das Risiko für Infektionen steigt.