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Villingen-Schwenningen: Schutz vor Blasenentzündung ist auch im Sommer nötig

Villingen-Schwenningen : Schutz vor Blasenentzündung ist auch im Sommer nötig

Menschen, die zu Blasenentzündungen neigen, müssen sich auch jetzt im Sommer schützen.

So können beispielsweise Preiselbeeren, getrocknet oder als Saft, vorbeugend wirken, sagt die Urologin Daniela Schultz-Lampel. „In diesen Früchten sind zwei Wirkstoffe. Der eine hemmt Flimmerhärchen auf den Bakterien, die eine Blasenentzündung auslösen.” Die Bakterien werden so regelrecht unschädlich gemacht. Der zweite Wirkstoff sorge für ein saures Milieu im Urin. „Die Erreger wachsen dann schlechter.”

„Nasse Badesachen sollte man sofort nach dem Schwimmen ausziehen, allzu luftige Sommerkleidung am besten ganz meiden - und auf Steine oder andere kalte Unterlagen sich erst gar nicht setzen”, empfiehlt die Ärztin. „Durch die Unterkühlung wird die Immunabwehr geschwächt. Bakterien haben dann leichtes Spiel. Hauptsächlich E. Coli-Bakterien, die sich als natürliche Darmbakterien bereits im Körper befinden, dringen dann über die Harnröhre in die Blase ein.” Dort vermehrten sie sich und verursachten die charakteristische Entzündung.

Typische Anzeichen für eine Blasenentzündung seien laut Schultz-Lampel häufiger Harndrang und brennende Schmerzen beim Wasserlassen. „Manchmal kommt es sogar zu Blut im Urin. Spätestens dann ist ein Arztbesuch angebracht”, sagt die Expertin. Medizinisch werde die Blasenentzündung mit Antibiotika therapiert. „Dabei ist es wichtig, eine Entzündung immer ganz auszutherapieren.” Denn verbleiben noch Bakterien in der Blase, so bestehe die Gefahr einer erneuten Infektion.