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Tutzing: Schmackhaft und gesund: Kräuter und Gewürze als natürliche Antibiotika

Tutzing : Schmackhaft und gesund: Kräuter und Gewürze als natürliche Antibiotika

Zu einem leckeren Essen gehören Kräuter und Gewürze. Darüber hinaus haben die aromatischen Bestandteile aber auch gesundheitsfördernde Eigenschaften.

Eva-Maria Schröder, Ernährungswissenschaftlerin vom Ernährungs-Beratungs-Service in Tutzing, erklärt den Grund: „In Kräutern und Gewürzen kommen, neben Scharfstoffen, auch Polyphenole und ätherische Öle vor. Und von beiden weiß man, dass sie Krankheitserreger abtöten können.”

Die Schärfe vieler Gewürze hilft dem Körper, sich selbst zu helfen. „Scharfstoffe, die etwa in Chili oder Ingwer vorkommen, fördern die Magensaftproduktion - die Magensäure tötet Bakterien ab und verringert damit das Risiko für Lebensmittelinfektionen”, sagt die Ernährungsexpertin. Kein Wunder, dass die Scharfmacher bevorzugt in Regionen eingesetzt werden, in denen warme Temperaturen das Bakterienwachstum in Lebensmitteln fördern.

„Bei der Zubereitung von asiatischen und afrikanischen Gerichten werden die Gewürze häufig mit im Öl angebraten. Das ist auch sinnvoll, weil so die Scharfstoffe und andere Aromaträger aus den Gewürzen herausgelöst werden und sich gleichmäßig verteilen können”, weiß die promovierte Ernährungswissenschaftlerin.

Bei Kräutern mit ätherischen Ölen, beispielsweise Basilikum oder Rosmarin, rät Eva-Maria Schröder jedoch zu vorsichtiger Behandlung: „Ätherische Öle sind leicht flüchtig. Wer mit frischen Kräutern würzt, sollte sie möglichst nicht mitkochen, sondern erst kurz vor dem Servieren hinzufügen.” Und auch wenn man Tees mit Kräutern zubereitet, die ätherische Öle enthalten, sollte man während des Ziehens den Tee mit einer Untertasse bedecken. So gehen keine kostbaren Inhaltsstoffe verloren.

Die Flüchtigkeit von ätherischen Ölen kann man aber auch ausnutzen. Wer bei einer Erkältung die Dämpfe eines heißen Thymianaufgusses einatme, bringe das wirksame ätherische Öl direkt in die Atemwege, weiß die Fachfrau. So werden die Bakterien und Viren, die sich dort ausgebreitet haben, direkt bekämpft.

Daneben sorgen die ätherischen Öle der Gewürze auch für Entspannung. Eva-Maria Schröder verrät ihren Lieblings-Wellness-Tipp: „Ein Luxusbad lässt sich mit einem Becher Sahne und etwas Olivenöl zubereiten - davon wird die Haut weich und geschmeidig. Dazu ein paar Tropfen eines ätherischen Öls und schon hat man eine kleine Wellness-Oase im Alltag.”

Das Öl sollte je nach gewünschter Wirkung ausgewählt werden: Lavendelöl beruhigt nach einem stressigen Arbeitstag, während Orangenöl belebt und Energie gibt. Wer seinem Körper regelmäßig solche kleinen Entspannungspausen gönnt, stärkt laut Schröder sein Immunsystem - damit sei der Körper gut gerüstet, um sich gegen Krankheitserreger zur Wehr zu setzen.