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Richtig in die Pedale treten: Der Einstieg in das Fahrradtraining

Einstieg ins Fahrradtraining : Richtig in die Pedale treten

Das Fahrrad ist für viele Menschen nicht nur ein Fortbewegungsmittel. Es ist Freizeitbeschäftigung und ein guter Weg, die Fitness des Körpers zu erhalten oder zu steigern. Für manche ist es auch das Mittel der Wahl, wenn es darum geht, ein paar Pfunde zu verlieren. Und dann gibt es ja noch diejenigen, die einfach nur viel Spaß auf zwei Rädern haben wollen.

Wer mit dem Rad trainieren möchte, der hat ein paar Dinge zu beachten.

Radsportler müssen Nudeln essen - das stimmt nicht ganz

Zwischen dem gelegentlichen Radeln und dem regelmäßigen Training im Sattel gibt es gehörige Unterschiede. Das beginnt schon bei der passenden Ernährung. Denn der kräftige Tritt in die Pedale verlangt dem Körper einiges ab. Dem Ziel, das man sich steckt, muss auch die Nahrungsaufnahme angepasst werden.

Das Bild von Radprofis, die vor einem großen Teller Spaghetti sitzen, ist nur bedingt richtig. Wer durchs Radeln abspecken möchte, für den ist eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse passender. Denn beim Training verbrennt der Körper Fett - zu viele Kohlenhydrate in der Nahrung wären hier erstmal nur hinderlich. Allerdings benötigt der Körper diese dann, wenn die Belastungen größer und regelmäßiger werden. Daher empfiehlt es sich, zu Beginn des Trainings eher mehr Eiweiß zu essen und mit gesteigerter Intensität bewusst mehr Kohlenhydrate hinzuzufügen.

Im Grunde gilt diese Regel auch für trainierte Sportler. Denn nur, wenn der Körper genügend Energie zur Verfügung hat, kann er diese auch abrufen und umsetzen. Zentral ist auch die Flüssigkeitsaufnahme. Ein nährstoffreiches Sportgetränk ist empfehlenswert. Um allein den gesteigerten Flüssigkeitsbedarf zu decken, ist stilles Mineralwasser besonders gut geeignet, da es sehr bekömmlich ist.

Diese Grundregeln für eine gesunde Ernährung gelten aber nicht nur für das intensive Fahrradfahren. Sie lassen sich auf alle gängigen Ausdauersportarten anwenden.

Das richtige Fahrrad - oder: Die Qual der Wahl

Ein Fahrrad ist mehr als nur zwei Räder, ein Rahmen und ein Sattel. Die unterschiedlichen Bauformen, Größen und Einsatzzwecke können im ersten Moment überfordern, aber eine Faustregel hilft: Der vorwiegende Einsatzzweck und auch die Alltagstauglichkeit bestimmen die Modellwahl.

Wer lange Distanzen fahren und dabei ein paar Pfunde verlieren möchte, für den ist ein Trekkingrad richtig. Es hat einen großen Rahmen und 28-Zoll-Räder mit mäßigem Profil auf der Bereifung. Die Schaltung verfügt über zwölf oder mehr Gangstufen. Diese Räder sind auf Radwegen oder befestigten Waldwegen zuhause.

Das Mountainbike ist etwas für denjenigen, der auf kurzen Trainingseinheiten nach dem Abenteuer sucht. Hier steht das Abspecken nicht im Vordergrund. Mountainbikes verfügen über einen stabilen Rahmen, bei dem zumindest die Vordergabel gut gefedert ist. Die Bereifung lässt auch Touren abseits befestigter Wege zu.

Das Rennrad ist wiederum etwas für ambitionierte Radler. Die Leichtgewichte sind wegen ihrer schmalen Bereifung auf der asphaltierten Straße zu Hause. Die Schaltung ist leichtgängig und der Lenker sitzt tief für eine sportliche Sitzposition. Wer Komfort sucht, der ist hier falsch. Dafür steht der Speed im Vordergrund.

Bei allen Modellen gibt es eine große Preisspanne. Einfache Trekkingräder gibt es für rund 500 Euro, Mountainbikes ab etwa 1.000 Euro. Ein gutes Rennrad schlägt mit rund 2.000 Euro zu Buche.

Die kleinen Helferlein für unterwegs

Besonders für Anfänger stellt sich früh die Gewissensfrage: Möchte ich einen Elektromotor zur Unterstützung oder setze ich ganz auf Muskelkraft? Auch hier kommt es wieder darauf an, welches Ziel man sich setzt. Ein E-Bike ist durchaus dazu geeignet, ein paar Pfunde zu verlieren, wenn man die Unterstützung maßvoll einsetzt. Diese ermöglicht beziehungsweise motiviert zu längeren Distanzen, die förderlich für die Fettverbrennung sind.

Abseits der E-Motoren gibt es auch andere hilfreiche Unterstützungen. Klickpedale, die den Fuß des Fahrers mit dem Pedal verbinden, sparen viel Kraft - sind aber eher etwas für geübte Radler. Eine gute App für das Smartphone, die Strecke, Geschwindigkeit und gefahrene Höhenmeter aufzeichnet, ist dagegen auch dem Anfänger zu empfehlen.

Das gilt ebenfalls für die passende Fahrradkleidung. Denn wenn der Hintern noch von der letzten Tour schmerzt, dann kann die nächste Trainingseinheit zur Tortur werden.

(vo)