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Wiesbaden: Rheuma-Erkrankung kann Osteoporose auslösen

Wiesbaden : Rheuma-Erkrankung kann Osteoporose auslösen

Rheuma-Patienten leiden in vielen Fällen auch an Osteoporose, denn die Krankheit fördert den Abbau von Knochengewebe.

Verantwortlich dafür sei ein bestimmter Botenstoff, der bei Rheuma vom Immunsystem gebildet wird, teilt der Berufsverband Deutscher Internisten (BDI) in Wiesbaden mit. Der Botenstoff begünstigt Entzündungen in den Gelenken sowie verschiedenen Organen und verringert die Anzahl knochenbildender Zellen - den sogenannten Osteoblasten. Dadurch verschiebt sich das natürliche Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und -abbau.

Patienten mit rheumatischer Arthritis haben daher oft eine geringere Knochendichte und sind anfälliger für Knochenbrüche als gesunde Menschen. „Wie bei einer Osteoporose werden insbesondere in der Nähe der Gelenke die mikroskopisch kleinen Knochenbälkchen im Knochen immer dünner und verschwinden teilweise”, erklärt Edmund Edelmann vom BDI. Rheumatiker sollten daher unbedingt den Knochenaufbau fördern - zum Beispiel durch körperliche Aktivität. Denn regelmäßige Spaziergänge, Radfahren oder Gymnastik fördern den Angaben zufolge die Bildung von Knochenmaterial und halten die Gelenke beweglich.