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Neuss: Parkinson Erkrankte werden häufig missverstanden

Neuss : Parkinson Erkrankte werden häufig missverstanden

„Der strengt sich nicht an“: Manchen beschleicht dieses Gefühl, wenn er mit einem an Parkinson Erkrankten zu tun hat. Das gilt zum Beispiel dann, wenn der Betroffene nur sehr langsam geht und Bewegungsblockaden hat.

Das sogenannte Festfrieren oder Freezing kann zum Krankheitsbild gehören, berichtet die Deutsche Parkinson Vereinigung in der Zeitschrift „Leben mit Zukunft. Parkinson.“ (Ausgabe 3/2014). Eine größere Anstrengung des Kranken führt häufig zu einer noch größeren Blockade. Statt ihn unter Druck zu setzen, ist es besser, ihn wohlwollend zu unterstützen.

Nicht selten können an Parkinson Erkrankte auch Gefühle nicht mehr so leicht in Mimik und Stimme ausdrücken. Angehörige verstehen das häufig nicht. Sie denken vielleicht, er sei undurchschaubar oder sogar unehrlich. Hier hilft es vor allem, viel miteinander zu sprechen. Um Missverständnisse zu vermeiden, kann der Erkrankte sich auch bemühen, Gefühle direkt zu kommunizieren und zu sagen, wenn er sich freut.

(dpa)