1. Leben
  2. Gesundheit

Frankfurt/Main: Organspendeausweis in der Geldbörse kann anderen das Leben retten

Frankfurt/Main : Organspendeausweis in der Geldbörse kann anderen das Leben retten

Nach dem eigenen Tod anderen zum Weiterleben zu verhelfen - dieser Gedanke leitet viele Menschen, die Organe spenden wollen.

Am besten dokumentieren lasse sich diese Entscheidung in einem Organspendeausweis, sagt Thomas Beck von der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) in Frankfurt anlässlich des Tags der Organspende am Samstag, 7. Juni. Damit sei der Wille eindeutig festgehalten.

Der Ausweis ist im Netz unter www.organspende-info.de oder unter www.dso.de erhältlich. In dem Dokument gibt der Inhaber an, dass er einer Organspende zustimmt. Zudem kann er einzelne Organe oder Gewebe von der Entnahme ausschließen oder auch deutlich machen, dass er nur einzelne Organe und Gewebe spenden will. „Es ist auch möglich, die Entscheidung auf eine Person des Vertrauens zu übertragen”, sagt der DSO-Vorstand.

Wichtig ist auch, die Familie oder den Lebenspartner über die Entscheidung zu informieren. „Dann ist im Falle eines Hirntodes der persönliche Wille bekannt, und man erspart den Angehörigen die Entscheidung in einer ohnehin belastenden Situation”, sagt Beck. Da der Ausweis nicht registriert wird, empfehle es sich, ihn immer bei sich zu tragen.

Gespendet werden können Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse und Darm, außerdem Gewebe wie Teile der Haut und die Augenhornhaut. Wichtig ist laut Beck die Funktionstüchtigkeit der Organe. Das Alter des Spenders spielt nur bedingt eine Rolle.

Ausschlusskriterien sind nicht ausgeheilte Krebserkrankungen oder schwere Infektionen wie HIV. „Bei anderen Krankheiten entscheiden die Ärzte zum Zeitpunkt der Entnahme darüber, ob Organe transplantiert werden können”, sagt Beck. Neben dem Einverständnis des Verstorbenen oder seiner Angehörigen schreibt das Transplantationsgesetz vor, dass zwei Ärzte unabhängig voneinander den Hirntod festgestellt haben müssen.