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Ob Klassik oder Rock: Besser und gesünder leben mit Musik

Ob Klassik oder Rock : Besser und gesünder leben mit Musik

Die positiven Einflüsse von Musik auf Körper, Geist und Seele sind schon seit der Antike bekannt. Als universelle Sprache der Menschheit sind Töne und Klänge in der Lage, Emotionen zu wecken, können aber auch zielgerichtet als Ergänzung zu medizinischen Behandlungen eingesetzt werden.

Aus dem Alltag ist Musik ebenfalls nicht wegzudenken. Sie anzuhören, beruhigt oder motiviert zu Höchstleistungen. Wer sich entschieden hat, selbst ein Instrument zu spielen und beispielsweise Gitarrenunterricht an einer Musikschule nimmt, kann sein Leben deutlich positiver gestalten.

So beeinflusst Musik den Körper

Musik hat auf zahlreiche körperliche Vorgänge eine direkte Auswirkung. Sie beeinflusst Herzschlag und Atemfrequenz, die Muskelspannung und sogar den Hormonhaushalt. Die Lieblingssongs anzuhören, kann Glücksgefühle hervorrufen. Besonders intensive Momente aktivieren - wie bildgebende Verfahren zeigen - das Belohnungssystem im mesolimbischen System und sorgen für eine Überflutung mit Endorphinen.

Warum zahlreiche Zahnärzte mittlerweile anbieten, während der Behandlung per Kopfhörer Musik zu hören, ist daher nur logisch. Denn Klänge wirken auf das limbische System im Gehirn, wo Emotionen entstehen. Dort sitzt ebenfalls das Schmerzempfinden, das von beruhigenden Klängen durch Betaendorphine zurückgedrängt wird. Die sorgen außerdem für ausreichend Noradrenalin, das als Gegenspieler des Stresshormons Cortisol gilt.

 Erlaubt ist Musik, die gefällt

Doch welche Art von Musik löst eigentlich Entspannung und Glücksmomente aus? Das wollte ein Forscherteam der Ruhr-Universität Bochum wissen. Untersucht wurde die Auswirkung auf den systolischen Blutdruck bei Hochdruckpatienten. Bei klassischer Musik von Mozart oder Strauss sank der Blutdruck deutlich ab, bei Klängen der Band Abba waren keine wesentlichen Senkungen zu beobachten.

Doch was tun, wenn Klassik so gar nicht den eigenen Musikgeschmack trifft? Da geben die Forscher Entwarnung. Bis vor kurzer Zeit galt Heavy Metal als Musikstil, der die Entwicklung von Jugendlichen hemmt. Eine Studie der Humboldt State University in Kalifornien fand jedoch das Gegenteil heraus. Befragt wurden 300 Personen, von denen die Hälfte Rock und Heavy Metal während der Teenagerzeit angehört hatte. Es stellte sich heraus, dass die Metal-Fans deutlich zufriedener in ihrem Leben waren als die Hörer anderer Stilrichtungen.

 Musizieren verbessert kognitive und soziale Fähigkeiten

Einen noch positiveren Effekt als Musikhören hat das Musizieren selbst. Eltern, die sich entscheiden, dass ihre Kinder im Musikunterricht Gitarre spielen lernen, unterstützen quasi nebenbei permanente neue Vernetzungen der Nervenzellen im Gehirn. Diese Strukturen bleiben ein Leben lang erhalten und sorgen bis ins hohe Alter dafür, das kognitive Leistungsvermögen auf einem hohen Level zu stabilisieren. Während der Jugendzeit kann Musik dabei helfen, schulische Leistungen zu verbessern und das Sozialverhalten zu fördern.

Zu diesem Ergebnis kam eine Langzeitstudie an Berliner Grundschulen. Kinder, die gemeinsam miteinander musizierten, zeigten eine höhere soziale Kompetenz. An den beteiligten Schulen war das Klima deutlich ruhiger und freier von Aggressionen. Mobbing und Ausgrenzung nahmen signifikant ab. Die Erklärung? Musizieren in der Gruppe erfordert Zuhören, was die Wahrnehmung schult und es leichter macht, die Stimmung des Gegenübers zu beurteilen.

  Gitarrenunterricht an einer Musikschule - der beste Start ins Musizieren

Doch welches Instrument eignet sich? Entscheidend sind natürlich die persönlichen Vorlieben, doch Gitarrenunterricht ist auf jeden Fall einer der Klassiker in jedem Alter. Der Gitarrenunterricht wird von einer erfahrenen pädagogischen Fachkraft ganz auf die Bedürfnisse des Schülers ausgerichtet. Neben der Vermittlung musiktheoretischer Grundlagen achten Musikpädagogen auf die richtige Haltung und schneiden Unterrichtskonzepte passgenau zu. Der Gitarrenunterricht an einer Musikschule findet heute entweder vor Ort oder auch online mit der Lehrkraft statt.

Das Instrument selbst ist flexibel und erlaubt es, von Klassik über Rock, Pop, Folk und Jazz alle möglichen Stilrichtungen zu spielen. Ob alleine, am Lagerfeuer oder mit einer Band - kein Wunder, dass der Gitarrenboom in Deutschland anhält, denn kaum ein anderes Instrument ist flexibler und kann in jedem Alter erlernt werden!