Wiesbaden: Nikotinpflaster können starken Rauchern bei der Entwöhnung helfen

Wiesbaden: Nikotinpflaster können starken Rauchern bei der Entwöhnung helfen

Der Wille ist da, doch der Körper ist schwach: Die ersten Tage und Wochen nach der letzten Zigarette leiden viele Menschen unter den Symptomen des Entzugs.

„Um diese zu lindern, kann der gezielte Einsatz von Nikotinersatzpflastern sinnvoll sein”, sagt Jürgen Selzer, Diplom-Pädagoge und Suchttherapeut aus Wiesbaden. Die Pflaster, die frei verkäuflich in Apotheken oder Drogerien erhältlich sind, werden auf die Haut aufgeklebt und geben dort nach und nach Nikotin an den Körper ab: „Die Entwöhnung wird auf diese Weise sanfter, es fällt leichter, nicht rückfällig zu werden.”

Selzer nennt ein Dosierungs-Beispiel: „Wer rund 20 Zigaretten am Tag geraucht hat, kann mit einem 20-Milligramm-Pflaster beginnen.” Nach drei bis vier Wochen wird diese Dosis langsam reduziert. „Steigen Sie dann auf ein 10-Milligramm-Pflaster um.” Nach etwa acht bis spätestens zwölf Wochen mit Pflaster sollte die Hilfstherapie abgeschlossen werden.

Allerdings sind die Pflaster nicht für jeden geeignet: „Es gibt Menschen, die darauf allergisch reagieren oder auch Herzrhythmusstörungen bekommen”, sagt Selzer. Im Zweifel sollten zukünftige Nichtraucher vor der Verwendung die Risiken mit ihrem Hausarzt besprechen.

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